Unentschlossen 12.02.2019 14:40:00

Wirecard-Aktie erneut unter Druck - Schwankungen bleiben hoch

Wirecard-Aktie erneut unter Druck - Schwankungen bleiben hoch

Am Dienstag setzten die Papiere des im Fokus von Vorwürfen stehenden Zahlungsabwicklers Wirecard ihre Erholung vom Zwölfmonatstief zunächst fort.

Am Morgen hatten deutliche Kurszielsenkungen durch HSBC und die DZ Bank die Anleger kaum interessiert. Wichtiger schien, dass beide Häuser bei ihren Kaufempfehlungen blieben. Die ende der Vorwoche bekannt gewordenen Untersuchungen der Behörden in Singapur seien weder überraschend, noch ein Beweis für irgendein Fehlverhalten, erklärte HSBC-Analyst Antonin Baudry. Man könne die enorm gestiegenen Schwankungen aber nicht außer Acht lassen. Er kappte sein Kursziel deutlich auf 170 Euro, signalisiert damit aber rund 60 Prozent Potenzial.

Für die zitierten Schwankungen sorgten auch Twitter-Beiträge des Financial-Times-Journalisten Dan McCrum. Der Reporter, der zuletzt eine neue Vorwurfslawine in Gang gebracht hatte, verwies darin auf einen australischen Pressebericht. Derweil avisierte Wirecard-Chef Markus Braun, ebenfalls auf Twitter, ein Rekordquartal.

Allerdings gaben die Wirecard-Papiere im weiteren Handelsverlauf ihre Gewinne nahezu wieder ab. Automatische Verkaufsorders hatten die Anteilsscheine am Dienstagmittag wieder kräftig unter Druck gesetzt: Die Papiere des im Fokus von Vorwürfen stehenden Zahlungsabwicklers rutschten zeitweise um bis zu 7,6 Prozent ab und damit wieder unter die runde Marke von 100 Euro.

Als Auslöser für die "rasierten Stops" nannte ein Börsianer die Meldung über eine deutliche aufgestockte Leerverkaufsposition des Hedgefonds Slate Path Capital sowie eine skeptische Studie des US-Hauses Guggenheim Securities.

Die "Financial Times" hatte jüngst eine neue Vorwurfslawine in Gang gebracht. Am Freitag waren dann Untersuchungen in Singapur publik geworden. Das Unternehmen hatte in der Vorwoche fortgeschrittene Untersuchungen eingeräumt, aber betont, dass sich schlüssige Feststellungen hinsichtlich eines Fehlverhaltens nicht ergeben haben.

Aktuell verbuchen die Papiere einen Abschlag von 2,37 Prozent auf 100,75 Euro.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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Bildquelle: Wirecard AG

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