Wolford schrieb im Geschäftsjahr 2018/19 weiter rote Zahlen | 23.07.19 | finanzen.at

+++ ₿₿ +++ Handeln Sie mit Kryptowährungen mit Hebel - Jetzt mehr erfahren!** +++ ₿₿ +++-w-
Restrukturierungsprogramm 23.07.2019 14:59:00

Wolford schrieb im Geschäftsjahr 2018/19 weiter rote Zahlen

Wolford schrieb im Geschäftsjahr 2018/19 weiter rote Zahlen

Die Trendwende soll vor allem die Ausweitung des Geschäfts nach China bzw. Asien bringen. So sollen die Umsatzanteile von Asien/Ozeanien bis 2024 von derzeit sechs auf 20 Prozent verdreifacht werden.

Der künftige Fokus liegt dabei vor allem auf China: Geplant ist, die Standorte in China bis 2024 von derzeit 30 auf rund 90 zu verdreifachen. China soll zu einer "wesentlichen Größe" im Wolford-Portfolio werden, betonte Vorstandschef Axel Dreher bei der Bilanzpressekonferenz in Wien.

Derzeit erzielt Wolford rund 74 Prozent seiner Verkaufserlöse in Europa - davon rund 10 Prozent in Österreich. Die Erlöse aus China bzw. Asien/Ozeanien sollen in den nächsten vier Jahren doppelt so hoch sein wie jene in Österreich.

"Die chinesischen Konsumenten haben eine extreme Affinität zu europäischen Marken", so Dreher. Zudem solle einer von ihm vorgestellten Studie zufolge bis 2025 fast die Hälfte aller Kunden im Luxusgüter-Markt aus China stammen und teils auch dort einkaufen. "Hier gibt es ein unfassbares Kaufkraftvolumen, das für uns hoch relevant ist", erklärte er.

Trotz des starken Fokus auf China bleibe Österreich als Produktions- und Verkaufsstandort künftig weiterhin "absolut relevant", betonte Finanzvorstand Brigitte Kurz gegenüber der APA. Die Produktion nach China zu verlagern sei "absolut keine Überlegung". Die chinesische Kundin lege schließlich Wert auf Waren, die in Europa produziert werden - eine Verlagerung nach China wäre dementsprechend kontraproduktiv. Auch als Verkaufsstandort bleibe Österreich ein Kernmarkt und werde an Bedeutung nicht verlieren, erklärte sie.

Wolford, das sich mehrheitlich im Besitz des chinesischen Mischkonzerns Fosun International befindet, hat im Geschäftsjahr 2018/19 erneut Verluste verzeichnet. Obwohl diese im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 Prozent gesunken sind, blieb unterm Strich ein Minus von 11,1 Mio. Euro stehen.

Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich 2018/19 geringfügig um 0,24 Mio. Euro, blieb aber mit minus 8,98 Mio. Euro im roten Bereich. Die Umsätze gingen im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 137,2 Mio. Euro zurück. Trotzdem habe man im vergangenen Jahr seine Hausaufgaben gemacht, betonte Kurz. "Wir haben intensiv an den Kostenstrukturen von Wolford gearbeitet".

So habe man beispielsweise bei den Personalkosten innerhalb von zwei Jahren rund 15 Mio. Euro eingespart. Seit 2016/17 sank die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl auf Vollzeitbasis (FTE) um rund 200. Davon wurden 86 Stellen im Geschäftsjahr 2018/19 abgebaut.

Mit einer Eigenkapitalquote von rund 36 Prozent habe man einen "sehr stabilen" Wert erreicht, betonte Kurz. "Natürlich gestützt durch die Eigenkapitalerhöhung von 22 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr." Auch die Nettoverschuldung hat sich um 35 Prozent auf 19,62 Mio. Euro reduziert.

Man habe mit den Bankpartnern eine Verlängerung der Finanzierung bis 2021 vereinbart. Unterstützt wurde der Finanzierungsbedarf ebenfalls durch ein Gesellschafterdarlehen vom Hauptaktionär, so Kurz. "Die Konsolidierungsphase ist abgeschlossen", betonte sie. "Wir sind überzeugt, dass wir eine stabile Basis für profitables Wachstum geschaffen haben."

APA

Weitere Links:


Bildquelle: Wolford AG