EZB streicht "Easing Bias" zu Anleihekäufen - Leitzins bleibt auf Rekordtief

Bei der Bekanntgabe ihrer geldpolitischen Entscheidungen ließ die EZB am Donnerstag den Passus weg, dass die EZB notfalls bereit wäre, Umfang und/oder Dauer der Ankäufe zu erhöhen, sollte sich der Ausblick eintrüben oder sollten die Finanzierungsbedingungen das notwendig machen. Volkswirte hatten überwiegend erwartet, dass sich die EZB mit der Streichung des "Easing Bias" noch Zeit lassen würde.

Dagegen bestätigte die EZB ihre Aussage, dass sie ihre Anleihekäufe im Volumen von 30 Milliarden Euro monatlich bis Ende September 2018 fortführen werde - oder darüber hinaus und auf jeden Fall so lange, "bis der EZB-Rat eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung erkennt, die mit seinem Inflationsziel im Einklang steht".

Den Hauptrefinanzierungssatz beließ die EZB bei 0,00 Prozent, den Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25 Prozent und den Satz für Überschusseinlagen bei minus 0,40 Prozent. Die EZB geht weiterhin davon aus, dass die Leitzinsen für längere Zeit und weit über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden.

In der gegen 14.30 Uhr beginnenden Pressekonferenz von EZB-Präsident Mario Draghi dürften die neuen Stabsprojektionen für Wachstum und Inflation, die protektionistischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump und der Wechselkurs des Euro eine Rolle spielen.

DJG/hab/apo

(END) Dow Jones Newswires

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