EZB-Vizepräsident deutet planmäßiges Ende von PEPP an

De Guindos sagte im Interview mit El Confidencial: "Die jüngsten Daten waren sehr positiv, die europäische Wirtschaft wird das vor der Pandemie verzeichnete Einkommensniveau Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres erreichen können. Wir werden in den nächsten Tagen neue Projektionen haben und unsere Entscheidungen an ihnen ausrichten."

De Guindos verwies darauf, dass die geldpolitischen Maßnahmen darauf gerichtet gewesen seien, den Einfluss der Pandemie für die Wirtschaft zu begrenzen, für günstige Finanzierungsbedingungen und ein Erreichen des Inflationsziels zu sorgen. "Man kann sehen, dass die Erholung der europäischen Wirtschaft im zweiten Quartal sehr stark war, und wir glauben, dass sie auch im dritten und vierten Quartal ziemlich stark sein wird", sagte de Guindos.

Nach seiner Aussage entwickelt sich die Wirtschaft im laufenden Jahr bisher besser als erwartet, was sich in der nächsten Woche in den Projektionen zeigen werde. Dagegen seien die Auswirkungen der Delta-Variante des Coronavirus nicht so stark wie vor vier Monaten erwartet. "Unser Notfallkaufprogramm ist an die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen gebunden."

Zur Inflation sagte de Guindos: "Die Inflation wird 2021 weiter anziehen. Unser Basisszenario ist, dass sie 2022 wieder zurückgeht." Die EZB müsse sicher gehen, dass es nicht zu Zweitrundeneffekten komme, denn das würde bedeuten, dass aus einer vorübergehenden Entwicklung eine strukturelle werde.

FRANKFURT (Dow Jones)

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