Staatsanleihen aufgestockt: Republik nahm 1,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt auf | 06.04.21 | finanzen.at
Staatsanleihen aufgestockt: Republik nahm 1,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt auf

Die Emissionsrenditen für beide Papiere fielen höher aus als zuletzt. Die 10-jährige Anleihe erzielte heute eine Rendite von minus 0,104 Prozent, im März war sie noch mit einer Rendite von minus 0,138 Prozent aufgestockt worden. Für die 30-jährige Anleihe belief sich die Emissionsrendite auf 0,521 Prozent, im Jänner lag die Rendite bei der Aufstockung noch bei 0,159 Prozent.

Der Zinsanstieg seit Februar sei auf die positive Erwartungshaltung zurückzuführen, dass sich die Wirtschaftsräume erholen und, dass die Corona-Schutzimpfung wieder mehr Normalität schaffe, sagte der Chef der Oesterreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), Markus Stix, am Dienstag zur APA. Trotz des Zinsanstiegs sei man auf dem Niveau des Vorjahres und das Zinsniveau sei "sehr stabil", so der OeBFA-Chef.

Anleger bezahlen mit Negativzinsen eine "Prämie", dass sie dem Staat Geld leihen dürfen, weil sie einen "sicheren Hafen" für ihr Geld suchen. Die OeBFA managt die Finanzschulden des Bundes und kümmert sich unter anderem um die Begebung der Bundesanleihen. Ende Februar lag die Finanzschuld des Bundes bei 232 Mrd. Euro mit einer effektiven Verzinsung von 1,54 Prozent per annum und einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 10,53 Jahren.

Der OeBFA-Chef erwartet in den nächsten Monaten eine Seitwärtsbewegung bei den Zinsen für Staatsanleihen. Die weitere Entwicklung hänge unter anderem vom Fortschritt der Impfungen und der Wirtschaftserholung ab. Thema könnte in nächster Zeit auch eine Aufstockung der 100-jährigen Bundesanleihe werden. "Man kann das definitiv nicht ausschließen", so Stix.

(Schluss) cri/itz

APA

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