Gemeinschaftswährung? 26.06.2018 16:55:00

Goldman Sachs-CEO: Der Bitcoin kann es noch weit bringen

Goldman Sachs-CEO: Der Bitcoin kann es noch weit bringen

Von Gold zu Geld zu Krypto?

Goldman Sachs-CEO Lloyd Blankfein nahm in seinen Vortrag vor dem The Economic Club New York Bitcoin & Co. als Thema auf. Er zeigte sich dabei relativ positiv dem Krypto-Gold gegenüber. Zwar betonte er, dass er selbst keinen Bitcoin besitze, aber er halte es für möglich, dass es die Cyberwährung weit bringen könnte: Dabei brachte er das historische Beispiel, wie Gold allmählich zur Fiat-Währung überging. Es komme hauptsächlich darauf an, welche Währung die Regierungen unterstützen. Simultan zu diesem Beispiel der Vergangenheit wäre eine vergleichbare Entwicklung auch für Kryptowährungen denkbar, erklärt Blankfein in seinem Vortrag. Das Essentielle dabei sei der zugeordnete Wert, stellt Blankfein fest: "Fiat-Währung ist wert, was sie wert ist, weil eben Ich, die Regierung, es sagt, warum könnte es nicht auch eine Gemeinschaftswährung geben?"

Dennoch ist der Bitcoin nichts für ihn und auch Goldman Sachs habe soweit er wisse keinen Bitcoin, erläuterte der 63-Jährige. Allerdings wisse er, wie es dazu kommen könnte: "Doch wenn es dazu kommen sollte, könnte ich Ihnen den historischen Weg dazu aufzeigen, wieso es passiert sein könnte".

Beim Bitcoin spalten sich die Meinungen

In Bezug auf das Urgestein unter den Kryptowährungen, den Bitcoin, teilen sich die Meinungen besonders unter den konservativen und institutionellen Branchenteilnehmern extrem. Während einige darauf setzen, dass der Bitcoin noch in diesem Jahr institutionell wird oder von exorbitanten Kursentwicklungen träumen, wenden sich andere - teilweise wegen Betrugsverdachts - von dem Coin als Wertanlage ab.

Auch JPMorgan-CEO Jamie Dimon bezeichnete im vergangenen Jahr den Bitcoin als Betrug, ebenso wie das Management des Hedgefonds Elliott eine Blase dahinter vermutet. Blankfein zeigt sich der digitalen Währung zwar offener gegenüber, als möglicherweise andere seiner Branche, aber dennoch sagt er, dass er die Kritikpunkte nicht von der Hand weisen wolle. Goldman Sachs hat im Vergleich dazu einen Kryptowährungs-Handelsplatz entwickelt, was einen ersten Schritt im institutionellen Bereich darstellt.

Fragliche Zukunft

Es wird wohl weiterhin sowohl viele Befürworter, als auch Gegner für den Bitcoin und seine digitalen Pendants geben. Inwieweit die Einbindung des Krypto-Goldes in breite Gesellschaft erfolgen kann oder wird, steht allerdings noch in den Sternen. Auch von einer globalen, allgemein gültigen Währung ist der Token derzeit noch weit entfernt, selbst wenn sich einige institutionelle Anleger der digitalen Währung offen gegenüber zeigen.

Redaktion finanzen.at

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