Zinsdifferenz 14.09.2020 13:03:00

BIZ: Das ist verantwortlich für die Schwäche des US-Dollar

BIZ: Das ist verantwortlich für die Schwäche des US-Dollar

"Wegen der geldpolitischen Reaktion auf die Pandemie ist die Zinsdifferenz des Dollar gegenüber den Währungen anderer Industrieländer auf mehrjährige Tiefstände gefallen", schreibt die BIZ in ihrem aktuellen Quartalsbericht. Das gelte vor allem für den Euro und den Yen. "Die jüngste Euro-Stärke scheint in einem beträchtlichen Ausmaß auf Anzeichen für einen stärkeren politischen Zusammenhalt des Euroraums zu beruhen", schreibt die BIZ.

Ein Wendepunkt sei in dieser Hinsicht die Mitte Mai zwischen Deutschland und Frankreich erzielte Einigung auf einen Vorschlag für einen European Recovery Fund gewesen. Nach der Bestätigung des Vorschlags durch die Staats- und Regierungschefs habe der Euro weiter aufgewertet. "Danach folgte der Euro-Dollar-Wechselkurs mehr oder weniger dem Rückgang des Renditeabstands zehnjähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen", analysiert die BIZ.

Auch die Positionen am Futures-Markt hätten den Dollar nicht gestützt. Die BIZ weist darauf hin, dass Asset-Manager bereits im Dezember damit begonnen hätten, Netto-Long-Positionen in Euro aufzubauen, was sich im Mai verstärkt habe. Daraufhin hätten auch Leveraged Funds entsprechende Positionen eingenommen. "Die Netto-Short-Position jener Händler, die die Gegenposition hierzu halten, hat den extremsten Wert seit Mitte der 2000er Jahre angenommen."

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte in ihrem jüngsten geldpolitischen Statement in der vergangenen Woche verbal gegen den Euro interveniert. Sie erklärt, die Entwicklung des Wechselkurses und seine Implikationen für den mittelfristigen Inflationsausblick genau beobachten zu wollen. Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte diese Aussage am Wochenende.

Gegenüber den Währungen von Schwellenländern bewegte sich der Dollar laut BIZ seitwärts. Darin komme die recht schwache Nachfrage nach Assets aus diesen Ländern zu Ausdruck.

FRANKFURT (Dow Jones)

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