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Nach Jackson Hole 28.08.2026 21:08:00

Eurokurs gibt nach: Darum verliert die Gemeinschaftswährung an Boden

Eurokurs gibt nach: Darum verliert die Gemeinschaftswährung an Boden

In New York kostete die Gemeinschaftswährung Euro zuletzt 1,1580 US-Dollar. Damit beschleunigte sie den jüngsten Abwärtstrend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch auf 1,1643 (Donnerstag: 1,1645) Dollar festgesetzt.

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten zur hohen Inflation in den USA signalisierte Fed-Chef Kevin Warsh seine Bereitschaft für eine straffere Geldpolitik. "Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die Kerninflation eindeutig und mit ausreichender Geschwindigkeit unserem Ziel annähert. Andernfalls haben wir noch einiges zu tun", sagte er laut Redemanuskript beim internationalen Notenbank-Treffen in Jackson Hole.

"Der Fed-Chef ist bereit, an der Zinsschraube zu drehen, falls die Inflationslage sich nicht zügig aufhellt", kommentierte Elmar Völker, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg. Warsh erhöhe so die Spannung vor der nächsten Zinssitzung, die Mitte September ansteht. "Die US-Inflationsdaten für August, die wenige Tage vor diesem Termin veröffentlicht werden, bilden mutmaßlich das Zünglein an der Waage."

In wichtigen Ländern der Eurozone hat sich die Inflation im August unterdessen deutlich beschleunigt. Verantwortlich für den Anstieg der Inflationsraten in Frankreich und Spanien sind die zuletzt wieder gestiegenen Energiepreise. Die erneute Zuspitzung im Iran-Krieg hatte im August die Ölpreise nach oben getrieben.

Auch in der Eurozone insgesamt wird ein merklicher Anstieg der Inflationsrate erwartet. Auf den Eurokurs wirkten sich die Zahlen aber kaum aus. Schließlich wird an den Finanzmärkten ganz überwiegend erwartet, dass die EZB ihre Leitzinsen im September anheben wird.

/jsl/gl/he

NEW YORK (dpa-AFX)

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