Schwacher Dollar 15.09.2020 13:43:00

Was den Euro am Dienstag antreibt

Was den Euro am Dienstag antreibt

Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung rund 1,19 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1876 Dollar festgelegt.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im September überraschend gestiegen und haben den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Auch die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich deutlich. "Die Sorgen um eine mögliche zweite Corona-Welle in Europa und das näher rückende Risiko eines harten Brexit können die positive Stimmung der Finanzmarktexperten nicht trüben", kommentierte Michael Holstein, Leiter Volkswirtschaft bei der DZ Bank. "Auch die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen und die Unsicherheit über den weiteren wirtschaftspolitischen Kurs in den USA scheinen keine große Rolle zu spielen."

Der Euro profitierte von der gestiegenen Zuversicht und steigenden Aktienkursen, während der Dollar weniger gesucht war. Der Dollar verliert oft an Wert, wenn die Marktstimmung besser wird, da er als Weltleitwährung dann nicht mehr so oft als Alternative genutzt wird. In den USA werden am Nachmittag Zahlen zur Industrieproduktion veröffentlicht.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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