Keine großen Veränderungen 23.06.2020 13:16:00

FMA - Gebühren für Investmentfonds stabil

FMA - Gebühren für Investmentfonds stabil

Die Fondsgebühren, die Anleger für Publikumsfonds zahlen müssen, haben sich im Vergleich mit Ende 2018 nicht signifikant verändert, wie aus der Marktstudie 2020 der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervorgeht. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Veranlagungsstrategien und Risikoklassen.

Die jährlichen Verwaltungsgebühren für Publikumsfonds insgesamt betragen durchschnittlich 1,23 Prozent, die laufenden jährlichen Kosten 1,14 Prozent und die maximalen Ausgabeaufschläge beim Kauf von Anteilsscheinen 3,60 Prozent.

Die im Schnitt niedrigsten Fondsgebühren gibt es bei kurzfristigen Rentenfonds. Dahinter folgen Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds und Aktienfonds. Bei Rentenfonds beispielsweise liegen die maximalen Verwaltungsgebühren bei durchschnittlich 0,98 Prozent, bei Aktienfonds sind es 1,60 Prozent. Bei den laufenden Kosten ist der Unterschied noch größer: Sie betragen bei Rentenfonds im Schnitt 0,66 Prozent, bei Aktienfonds 1,71 Prozent. Die maximalen Ausgabeaufschläge liegen durchschnittlich zwischen 3,41 Prozent (Rentenfonds) und 4,25 Prozent (Aktienfonds). Im Vergleich zu 2018 habe es kaum merkliche Verschiebungen gegeben. Signifikant sei nach wie vor der Zusammenhang zwischen Risikoklasse und Gebührenhöhe - je höher das Risiko, desto höher tendenziell auch die Gebühren, so die FMA am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Nachhaltigkeitsorientierte Fonds wiesen im Vergleich zum Gesamtmarkt geringfügig niedrigere Gebühren aus.

Insgesamt seien die Fondsgebühren in Österreich mit 1,2 Prozent leicht unter dem EU-Durchschnitt von 1,5 Prozent gelegen.

Für die Studie hat die FMA die Angaben im gesetzlich vorgeschriebenen Kundeninformationsdokument (KID) sowie in den Fondsbestimmungen von 1.035 Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehr als 101 Mrd. Euro zum Stichtag 31.12.2019 analysiert.

Die jährliche Marktstudie gebe den Anlegern die Möglichkeit, allein anhand der Angaben im Kundeninformationsdokument zu einem bestimmten Produkt dessen Gebühren mit dem Durchschnitt dieser Veranlagungskategorie, aber auch mit den Kostenstrukturen anderer Anlagekategorien oder Risikoklassen zu vergleichen, so die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Eduard Müller: "Wir schaffen so Markttransparenz und helfen dem Verbraucher, eine für sein Anlagebedürfnis maßgeschneiderte Entscheidung zu treffen."

(Schluss) itz/ivn

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Bildquelle: WK Stock Photo / Shutterstock

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