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Nach Vortagsgewinnen 05.05.2026 15:54:00

Ölpreise geben etwas nach - die Gründe

Ölpreise geben etwas nach - die Gründe

Die Lage im Nahen Osten beruhigte sich etwas. Am Vortag hatte die erneute Zuspitzung der Situation die Preise stark noch oben getrieben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel zuletzt um 2,60 Prozent auf 111,47 US-Dollar. Allerdings hatte der Brent-Preis am Montagmorgen noch bei rund 106 Dollar gelegen.

Zunächst lagen keine offiziellen Berichte über weitere Angriffe in der Region oder Zwischenfälle in der Straße von Hormus vor. Der Streit über die von Iran blockierte Meerenge gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Land. Diese gilt nach Darstellung von Verteidigungsminister Pete Hegseth nach wie vor.

Bei der neuen US-Initiative zur Wiederherstellung des freien Handelsverkehrs in der Straße von Hormus handele es sich um eine separate, zeitlich begrenzte, defensive Operation. Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Straße von Hormus bereits passiert und damit demonstriert, dass diese sicher sei, betonte Hegseth.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung gedroht, nachdem der Iran als Reaktion auf die US-Initiative Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und damit in Brand gesetzt hatte. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wiederum warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative.

"Die Angriffe deuten allesamt darauf hin, dass der Waffenstillstand bröckelt", sagte Saul Kavonic, leitender Energieanalyst bei MST Marquee. "Der Ölpreis könnte deutlich ansteigen, sollte der Krieg wieder aufflammen und vor allem, wenn es zu weiteren Schäden an der Öl-Infrastruktur kommt." Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat der Ölpreis um über 40 Dollar zugelegt.

/jsl/la/mis

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

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