Übereinkunft wäre wichtig 06.12.2018 12:52:00

Saudi-Arabien - Noch keine Einigung zu Förderkürzung bei OPEC-Treffen

Saudi-Arabien - Noch keine Einigung zu Förderkürzung bei OPEC-Treffen

Er hoffe darauf, dass bis zum Freitagabend etwas zustande komme, sagte Energieminister Chalid al-Falih am Donnerstag. Es sei wichtig, auch Förderstaaten außerhalb der OPEC an Bord zu haben.

Zuvor hatten fünf Delegierte des Treffens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) erklärt, das Kartell warte noch auf eine Entscheidung von Nicht-OPEC-Mitglied Russland. Der russische Energieminister Alexander Nowak sei für ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin zurück nach Moskau geflogen. Er werde am Freitag wieder in Wien erwartet.

Saudi-Arabien möchte Russland davon überzeugen, zu der Förderdrosselung mindestens 250.000 bis 300.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag beizusteuern, wie mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Insgesamt soll die Reduzierung 1,3 Millionen Barrel pro Tag betragen. Saudi-Arabien und die von ihr angeführte OPEC sehen sich aber auch wiederholten Forderungen von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt, für niedrige Ölpreise zu sorgen. Der saudi-arabische Ölminister sagte, die OPEC sei darauf vorbereitet, die Konsequenzen zu tragen - egal, ob es zu einer Vereinbarung komme oder nicht.

Al-Faleh hatte kurz zuvor in Wien gesagt, die Organisation erdölexportierender Länder strebe bei ihrem Treffen am Donnerstag und Freitag eine "ausreichende Senkung" der Förderung an. Händler interpretierten dies als übervorsichtig.

Saudi-Arabien und Russland haben auf Kritik von US-Präsident Donald Trump an einer möglichen Förderkürzung ablehnend reagiert. Russlands Energieminister Nowak sagte am Donnerstag in Moskau, Entscheidungen zur Rohölförderung basierten auf den Marktbedingungen und nicht auf Twitter-Nachrichten. Der saudische Energieminister Chalid Al-Falih sagt, er benötige nicht die Genehmigung einer anderen Regierung, um die Erdölförderung zu kürzen.

Trump hatte sich am Mittwoch klar gegen Förderkürzungen ausgesprochen. Die Welt wolle und brauche keine höheren Ölpreise, hatte er über den Nachrichtendienst Twitter geäußert. Es war nicht der erste Versuch Trumps, die Förderpolitik der OPEC und mit ihr verbundener Staaten wie Russland verbal zu beeinflussen.

Der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emiraten, Suhail Al Mazroui, sagte am Donnerstag, dass die Minister ihre technischen Experten um weitere Einschätzungen gebeten hätten. "Wir werden tun, was der Markt von uns erwartet", sagte Mazroui.

Der Ölpreis ist nach einer als übervorsichtig eingeschätzten Äußerung des saudi-arabischen Energieministers gesunken. An der Börse in London gab der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar um mehr als vier Prozent nach und sank unter die Schwelle von 60 Dollar. Al-Faleh hatte kurz zuvor in Wien gesagt, die OPEC strebe eine "ausreichende Senkung" der Förderung an. Händler interpretierten dies als übervorsichtig

(Schluss) itz/cs

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