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11.10.2018 10:41:44

Scheuer rät Fahrern älterer Diesel mit kleinem Geldbeutel zum Abwarten

BERLIN (Dow Jones)--Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Dieselfahrern, die sich trotz Rabatten der Autohersteller keinen neuen Wagen leisten können, zum Abwarten geraten. Ihnen drohen im kommenden Jahr Fahrverbote in deutschen Städten, in denen die Luft durch giftige Stickoxide belastet ist. "Nicht auf die Ideologen und Panikmacher reinfallen, sondern die neuen Luftwerte im Februar 2019 abwarten. Das könnte vieles positiv verändern", sagte Scheuer im Interview mit der Bild-Zeitung.

Der Minister hofft, dass sich durch die eingeleiteten Maßnahmen und die allgemeine Erneuerung der Fahrzeugflotte die Luftqualität in den Städten soweit verbessert, dass Fahrverbote nicht gebraucht werden.

Das Berliner Diesel-Urteil vom Dienstag mit streckenweisen Dieselverboten hat die jüngste Einigung Scheuers mit Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Dieselschlamassel in Frage gestellt. Die große Koalition setzt auf eine Mischung aus hohen Tauschprämien der Industrie und der Nachrüstungen von Autos der Abgasklasse Euro 5 mit Harnstoffkatalysatoren. Das Problem: Die Autokonzerne lehnen die sogenannten Hardware-Nachrüstungen direkt oder indirekt ab.

Besitzer älterer Selbstzünder mit kleinem Geldbeutel stehen vor dem Dilemma, entweder mit dem eigenen Wagen ausgesperrt zu werden oder viel Geld für ein neues Modell auftreiben zu müssen, das sie sich nicht leisten können. Hinzu kommt, dass die Tauschprämien nur in den 14 besonders belasteten Städten und deren Umland angeboten werden. Berlin gehört zum Beispiel nicht dazu.

Die Gewerkschaften der Polizei haben unterdessen bereits erklärt, dass es die Personalstärke nicht hergebe, Fahrverbote durch regelmäßige und umfassende Kontrollen durchzusetzen.

Der Verkehrsminister griff in dem Interview die Deutsche Umwelthilfe (DUH) an, die mit ihren Klagen der Treiber für die Verbesserung der Luft in den Städten auch durch radikale Schritte ist. Sie klage weiter auf Fahrverbote, obwohl sich die Luft merklich sauberer geworden sei. "Das ist doch Irrsinn", beklagte der CSU-Politiker

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/mgo

(END) Dow Jones Newswires

October 11, 2018 04:42 ET (08:42 GMT)

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