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Edelmetall in der Kritik 09.03.2026 06:35:00

Trotz Nahostkrise: Experte sieht Risiken für den Goldpreis

Trotz Nahostkrise: Experte sieht Risiken für den Goldpreis

• Überbewertungswarnung: Analyst sieht Goldpreis historisch extrem hoch
• Marktsignal: Schwäche trotz geopolitischer Krise als Warnzeichen
• Alternative: Inflationsgeschützte US-Staatsanleihen (TIPS)

In einer aktuellen Analyse für Seeking Alpha betont James Kostohryz, dass seiner Einschätzung nach das Edelmetall derzeit nicht als der "sichere Hafen" fungiert, den viele erwarten, sondern vielmehr deutliche Anzeichen einer Überkaufung zeigt.

Rekordwerte bei der Kaufkraft

Kostohryz untermauert seine Skepsis mit einem Blick auf die langfristige Geschichte des Edelmetalls. Er weist darauf hin, dass Gold gemessen an seiner realen Kaufkraft ein Niveau erreicht hat, das historisch beispiellos ist: "Der Goldpreis ist derzeit so hoch wie zu keinem anderen Zeitpunkt in den letzten 400 Jahren"

Dies signalisiere laut dem Experten, dass der Markt bereits ein "massives langfristiges Inflationsszenario" eingepreist habe. Die aktuelle Bewertung spiegele somit weniger die Gegenwart wider, sondern basiere auf der Erwartung extremer wirtschaftlicher Verwerfungen.

Warnsignale in der Marktdynamik

Besonders besorgniserregend wertet Kostohryz die jüngsten technischen Signale am Markt. Er verweist auf eine untypische Divergenz zwischen Öl und Gold. Während die Rohölpreise aufgrund der Krise im Nahen Osten kräftig anstiegen, gab Gold nach - ein Verhalten, das dem klassischen "Risk-off"-Muster widerspricht. "Wenn der Goldpreis an einem Tag fällt, an dem er eigentlich steigen sollte, ist das wirklich eine schlechte Nachricht für Goldanleger."

Diese Schwäche an Tagen, an denen Gold aufgrund der Nachrichtenlage eigentlich steigen müsste, wertet der Stratege als Indiz für eine Erschöpfung der Käuferseite.

Abschied von der "Weltuntergangsstimmung"

Obwohl Kostohryz einräumt, dass die Preise bei einer weiteren Eskalation theoretisch bis auf 6.000 US-Dollar steigen könnten, hat er seine eigenen Positionen im Goldsektor inzwischen abgebaut. Sein Urteil ist deutlich: Das Metall preise derzeit "zu viel Weltuntergangsstimmung" ein.

Er erteilt damit auch extremen Prognosen eine Absage, die den Zusammenbruch des Dollars oder der weltweiten Fiat-Währungsregime prophezeien. Für ihn ist die aktuelle Krisenlage kein Signal für das Ende der US-Leitwährung.

Alternativen für inflationsgeschützte Anlagen

Anlegern, die dennoch Schutz vor einer Geldentwertung suchen, rät Kostohryz zu einem defensiveren Ansatz. Er empfiehlt Treasury Inflation Protected Securities (TIPS) als Alternative. Diese böten einen direkten Schutz vor langfristiger Inflation, ohne die "spekulative Prämie", die seiner Meinung nach derzeit in den Goldpreis eingebettet ist. Zwar bleibt Gold für viele Zentralbanken und Privatanleger ein zentraler Baustein, doch für Kostohryz überwiegen auf dem aktuellen Niveau die Risiken einer Korrektur die Chancen eines weiteren Ausbruchs.

Redaktion finanzen.at

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