23.02.2021 09:30:00

Warren Buffett überrascht mit Portfolioanpassungen

Kolumne

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Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten, sorgte diese Woche mit der Umschichtung des Berkshire-Hathaway-Portfolios für Aufsehen. Besonders die Reduzierung einstiger Lieblingswerte kam für viele überraschend. Der Omaha-Alpha-Index bietet Anlegern die Chance, der Anlagestrategie des Star-Investors in optimierter Weise zu folgen.


Neuausrichtung des Portfolios?

Warren Buffett überraschte mal wieder alle. Wie diese Woche bekannt wurde änderte der Star-Investor die Ausrichtung seines Portfolios. Genauer gesagt verkaufte Buffetts Unternehmen Berkshire Hathaway Anteile am Pharmakonzern Pfizer und dem Technologieunternehmen Apple. Vor allem die Abkehr von Apple, dem bisherigen Lieblingswert Buffetts, war so nicht vorherzusehen. Obwohl seine Beziehung zu Apple alles andere als Liebe auf den ersten Blick war. Lange stand er dem Unternehmen aus Kalifornien sehr skeptisch gegenüber, änderte aber mit dem zunehmenden Erfolg des Technologieriesen seine Meinung. Jüngst bezeichnete sich der Investor selbst als großen Apple-Fan und beschrieb das Geschäftsmodell als das "wahrscheinlich beste Business der Welt". Er sehe Apple nicht nur als reines Investment, sondern vielmehr als das dritte Standbein seiner Holding. Dennoch reduzierte er diese Woche seine Apple-Anteile, welche zum Jahresanfang noch einen Wert von USD 120 Mrd. betrugen und somit das mit Abstand größte Einzelinvestment der Berkshire Hathaway Holding darstellten. Auch nach dem Verkauf von rund sechs Prozent seiner Beteiligung bleibt Apple dennoch die wertvollste Position in seinem Portfolio. Die Entscheidung überraschte jedoch insofern, als dass sie im Gegensatz zu früheren Aussagen Buffetts stehen, in denen er seine Überzeugung am Geschäftsmodell betonte und sogar den Wunsch äußerte, am liebsten alle Apple Aktien zu besitzen.

Weitere Beteiligungen an namenhaften Unternehmen aus diversen Branchen wie Barrick Gold, General Motors Investments, JP Morgan Chase und Wells Fargo wurden zum Teil sehr deutlich reduziert, wobei vor allem die Abkehr von Wells Fargo in ähnlicher Weise überraschte wie die Reduzierung der Apple-Position. Die aus den Veräußerungen generierte Liquidität nutzte Buffett vor allem zum Einstieg in die Aktien des Telefonanbieters Verizon und des Ölkonzerns Chevron. An Verizon hält Berkshire Hathaway nunmehr Anteile im Wert von USD 8,6 Mrd. und bei Chevron beziffert sich der Wert auf USD 4,1 Mrd.. Zudem stockte er die Anteile an den Pharmauternehmen Abbvie, Bristol-Myers Squibb und Merck & Co, am Versicherungsvermittler Marsh & McLennan und an T-Mobile US auf. Die Anteile an der US-Tochter der Deutschen Telekom erhöhte Berkshire Hathaway von 2,4 auf 5,2 Mio. Aktien. Damit ist Warren Buffett insgesamt über seine Holding an mehr als 90 Unternehmen beteiligt.


Der Omaha-Alpha-Index

Mit dem Partizipationszertifikat auf den Solactive Omaha-Alpha-Index haben Anleger (unter Berücksichtigung einer Management-Gebühr von 1,2 % p.a.) die Möglichkeit, nahezu 1:1 an der Kursentwicklung von 20 Unternehmen zu partizipieren, an denen die Holdinggesellschaft von Warren Buffett beteiligt ist. Ausgangspunkt für den Solactive Omaha-Alpha-Index ist das bei der US-Börsenaufsicht hinterlegte Beteiligungsverzeichnis von Berkshire Hathaway. Der Index spiegelt hierbei die Top-20-Aktien des Berkshire-Hathaway-Portfolios wider. Die Kriterien für die Auswahl der Top-20 hat Vontobel in Zusammenarbeit mit dem Wertpapierexperten Thomas Rappold aufgestellt. Diese basieren nicht nur auf der finanziellen Leistungsfähigkeit, der Markenstärke sowie der Innovationskraft, sondern auch auf Kennzahlen, wie der Kapitalrendite, dem Cashflow sowie der Profitabilität der jeweiligen Unternehmen. Das Selektionsverfahren wird vierteljährlich, anhand der Meldungen von Berkshire Hathaway an die US-Börsenaufsicht, der United States Securities and Exchange Comission, wiederholt. Diese Meldungen zeigen die Aktien-Investments der Gesellschaft von Warren Buffet auf. Somit können die aktuellen Portfolioanpassungen des Star-Investors einen Einfluss auf die neue Indexanpassung haben.


 

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