14.02.2020 10:25:55

Wirecard – Kaufsignal nach Zahlen möglich

Kolumne

Am letzten Tag dieser Woche hat der Zahlungsdienstleister Wirecard vorläufige Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt und gemischte Gefühle bei Anlegern hervorgerufen. Jubel blieb unter Investoren zunächst aus. Technisch allerdings gestaltet sich die Aktie als wahrer Leckerbissen.

Laut dem heute vorgelegten Zahlenwerk hat Wirecard trotz der Marktturbulenzen wegen einer falschen Bilanzierung seinen Umsatz im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Die Erlöse stiegen dank des anhaltenden Booms bei elektronischen Zahlungen um satte 38 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im Gesamtjahr sogar um rund 40 Prozent auf 785 Mio. Euro. Marktbeobachter hatten mit etwas mehr gerechnet. Das operative Ergebnis legte um 42 Prozent auf 794 Mio. Euro zu. An der bisherigen Prognose für 2020 ändert der Zahlungsabwickler nichts. Das Ebitda soll zwischen 1,0 und 1,12 Mrd. Euro liegen.

Was aber besonders im langfristigen Chartverlauf auffällt, ist der weiterhin intakte Trendkanal bestehend seit fast zwei Jahrzehnten. Besonders interessant gestaltet sich der Kursverlauf seit Mitte 2018. Hier lässt sich ein großes symmetrisches Dreieck erahnen, dass in der Charttechnik als klares Fortsetzungsmuster gewertet wird und die Aktie schon in den kommenden Wochen einen Ausbruchsversuch darüber unternehmen könnte. Ein direkter Rallyestart könnte die Folge sein und rasch zurück an die Verlaufshochs aus 2018 aufwärts hören.

Bullen greifen wieder zu

Sollte die Stimmung unter Anlegern im Laufe des Tages doch noch besser werden und das Wertpapier mindestens über 145,00 Euro zulegen, bestünde anschließend direktes Kurspotenzial in den Bereich von zunächst 150,00 Euro, darüber an die runde Kursmarke von 160,00 Euro. Nach einem anschließenden Pullback könnten dann die Jahreshochs aus 2018 bei 199,00 Euro ins Visier der Käufer geraten. Trotzdem sollten Investoren nach wie vor mit einem kurzfristigen Abpraller von der aktuellen Abwärtstrendlinie rechnen, potenzielle Auffangstationen sind um 130,00 Euro sowie darunter um 121,00 Euro anzutreffen. Für Ersteres Szenario würde sich demnach ein klares Long-Investment anbieten, der Anlagehorizont dürfte jedoch mittel- bis langfristig ausfallen.

  • Widerstände: 145,60; 148,00; 150,35; 153,40; 155,00; 158,35 Euro
  • Unterstützungen: 140,75; 139,45; 135,00; 133,60; 130,57; 128,49 Euro

Wirecard in Euro im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 20.02.2019 – 14.02.2020. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de/underlying/DE0007472060

Wirecard in Euro im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

Betrachtungszeitraum: 27.10.2014 – 14.02.2020. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de/underlying/DE0007472060

Investmentmöglichkeiten

Turbo Bull Open End Optionsschein auf Wirecard für eine Spekulation auf einen Anstieg der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in  Euro Hebel Letzter Bewertungstag
Wirecard HZ5XJH 2,75 116,227046 5,35 Open End
Wirecard HZ6M1C 1,30 131,073103 10,83 Open End
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 14.02.2019; 09:54 Uhr

Turbo Bear Open End Optionsschein auf Wirecard für eine Spekulation auf einen Kursverlust der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in Euro Hebel Letzter Bewertungstag
Wirecard HX4VDA 3,03 172,133136 4,89 Open End
Wirecard HZ2NG7 1,48 156,674341 9,86 Open End
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 14.02.2019; 09:56 Uhr

Weitere Produkte auf WIRECARD und andere Basiswerte finden Sie unter: www.onemarkets.de

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Funktionsweisen der HVB Produkte

Der Beitrag Wirecard – Kaufsignal nach Zahlen möglich erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

Auf dem onemarkets Blog bieten Ihnen HypoVereinsbank onemarkets täglich aktuelle Marktinformationen, charttechnische Einschätzungen, Investmentideen und mehr. Richard Pfadenhauer interessiert sich schon seit über 20 Jahren für das Thema Börse. Dabei war er über 12 Jahre als Wirtschaftsredakteur für den Finanzen Verlag tätig. Nach zwei Jahren als Redakteur bei der Spezialpublikation für Hebelprodukte, Finanzen und Optionsscheine wechselte er zunächst zum Derivatebereich des Magazins €uro am Sonntag und später verantwortete der DVFA-Analyst den Bereich der strukturierten Hebel- und Anlageprodukte beim Anlegermagazin €uro. Seit Oktober 2011 ist er bei der HypoVereinsbank unter anderem für das onemarkets Kundenmagazin und seit März 2013 für den onemarkets Blog verantwortlich.



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