Wachstumsaussichten im Fokus 24.01.2019 15:12:56

EZB bestätigt Leitzinsen und Forward Guidance

EZB bestätigt Leitzinsen und Forward Guidance

Nach Mitteilung der EZB bleiben der Hauptrefinanzierungssatz bei 0,00 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25 Prozent und der Einlagensatz bei minus 0,40 Prozent.

Die EZB erwartet wie zuvor, dass die Leitzinsen mindestens über den Sommer 2019 und in jedem Fall so lange wie erforderlich auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden, damit eine anhaltende, fortgesetzte und nachhaltige Annäherung der Inflation an ein Niveau von unter, aber nahe 2 Prozent auf mittlere Sicht sichergestellt wird.

Außerdem geht sie davon aus, dass die Erlöse von im Rahmen des Ankaufprogramms APP fällig gewordenen Anleihen für längere Zeit nach der ersten Zinserhöhung angelegt werden - in jedem Falle aber so lange wie erforderlich. Damit will sie für günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodation sorgen.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat seine Beurteilung der Wachstumsrisiken des Euroraums angesichts anhaltend schwacher Konjunkturdaten etwas geändert. EZB-Präsident Mario Draghi ließ in seiner Pressekonferenz zur Erläuterung der jüngsten geldpolitischen Beschlüsse die Aussage weg, dass die Risiken für den Wachstumsausblick noch weitgehend ausgeglichen seien. Stattdessen sagte Draghi lediglich, die Wachstumsrisiken hätten sich weiter abwärts bewegt.

Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass der EZB-Rat bei seiner Sitzung am 7. März seinen geldpolitischen Ausblick ändert, weil dann auch neue Stabsprojektionen zu Wachstum und Inflation vorliegen. Im Dezember hatte der EZB-Stab die Wachstumsprognosen bereits gesenkt.

Die seit der vorigen Ratssitzung am 13. Dezember 2018 veröffentlichten Konjunkturdaten aus dem Euroraum haben erneut überwiegend enttäuscht. Zuletzt fiel der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Privatwirtschaft des Euroraums im Januar unerwartet. Auch die Daten zur Industrieproduktion im November enttäuschten und der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Dezember deutlicher als erwartet.

FRANKFURT (Dow Jones)

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