+++ Ihre Meinung ist uns wichtig: Wie zufrieden sind Sie mit finanzen.at? - Hier an unserer Umfrage teilnehmen! +++ -w-
08.11.2019 07:33:43

Fed/Bostic fühlt sich mit stabilen Zinsen aktuell "recht wohl"

Von Michael S. Derby

NEW YORK (Dow Jones)--Der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic, hält die Zinssenkung in der vergangenen Woche für nicht gerechtfertigt und hätte dagegen gestimmt, wenn er gekonnt hätte. Die Direktoren der Federal Reserve of Atlanta hätten eher eine abwartende Haltung gehabt. "Meine Direktoren haben ziemlich klar gesagt, dass sie die Schwäche nicht sahen und nicht das Gefühl hatten, dass eine Lockerung wirklich erforderlich war, dass das Ausmaß des Risikomanagements, das stattgefunden hatte, ausreichend war", sagte Bostic nach einer Rede am Donnerstag zu Journalisten.

Bostic ist im Offenmarktausschuss der US-Notenbank zurzeit nicht stimmberechtigt. Weil die Stimmrechte unter den regionalen Fed-Präsidenten rotieren, darf er erst 2021 wieder abstimmen. In der vergangenen Woche hatte das Federal Open Market Committee (FOMC) den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,50 bis 1,75 Prozent gesenkt. Fed-Chairman Jerome Powell sendete nach der Sitzung das Signal, dass die Notenbank nach drei Zinssenkungen in Serie eine Pause einlegen will.

Andere Fed-Vertreter haben sich seitdem ähnlich geäußert wie Bostic.

Die US-Währungshüter haben ihre Zinssenkungen mit einer Versicherungspolice verglichen, die das Risiko ausgleichen soll, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie eine globale Wirtschaftsschwäche auf die US-Wirtschaft übergreifen.

Mit Blick auf die Handelsunsicherheit sagte Bostic, "das Feedback, das ich erhalte, und die von meinen Mitarbeitern analysierten Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass es für die meisten Unternehmen weitgehend kein Thema ist". Das größte Problem für lokale Unternehmen sei es, Arbeitskräfte zu finden und zu schulen.

Die Auswirkungen der Handelspolitik auf den Unternehmenssektor als Ganzes seien nach wie vor gering. Es sei aber wichtig zu beobachten, was passiere, wenn die Handelszölle an die Verbraucher weitergereicht würden und diese mit großen Preiserhöhungen konfrontiert seien.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/sha/cbr

(END) Dow Jones Newswires

November 08, 2019 01:34 ET (06:34 GMT)

pagehit