14.12.2017 10:44:41

Norwegische Notenbank signalisiert frühere Zinsanhebung - Krone legt zu

OSLO (dpa-AFX) - Norwegens Währungshüter haben eine frühere geldpolitische Straffung als bislang erwartet in Aussicht gestellt. "Insgesamt folgt aus den veränderten Aussichten und Risiken ein etwas früherer Anstieg des Leitzinses als im jüngsten Bericht vom September angegeben", teilte die norwegische Notenbank am Donnerstag nach einer Zinsentscheidung in Oslo mit. Die Währungshüter ließen den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent, hoben die Zinsprognose für Ende 2018 aber von 0,58 auf 0,62 Prozent an.

Norwegens Wirtschaft ist stark von der Ölförderung abhängig und hatte seit 2014 lange unter dem Ölpreisverfall gelitten. Momentan profitiert sie aber wieder von der jüngsten Erholung am Ölmarkt. Zuletzt hatte zudem eine schwächere norwegische Krone der Inflation etwas Schub gegeben, was den Notenbankern eine geldpolitische Straffung erleichtert.

Ein Grund für die zuletzt schwächere Krone ist auch, dass die US-Notenbank Fed derzeit ihre Geldpolitik nach und nach strafft und die Europäische Zentralbank (EZB) allmählich ihre extrem lockere Geldpolitik etwas zurückfährt. Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed wie erwartet ihren Leitzins zum dritten Mal im laufenden Jahr angehoben und auch für kommendes Jahr drei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt.

Nach den Beschlüssen der norwegischen Währungshüter vom Donnerstag legte die Krone im Verhältnis zum US-Dollar und zum Euro jeweils um über ein Prozent zu./tos/bgf/mis

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