02.07.2024 12:47:00

Accenture-Studie sieht großes Automatisierungspotenzial in Österreich

Der Technologie- und Beratungsdienstleister Accenture sieht in Österreich je nach Branche ein Automatisierungspotenzial von 40 bis 50 Prozent. "Schöpfen wir das gesamte Produktivitätspotenzial aus, sind das rund 81,5 Mrd. Euro", erklärte Michael Zettel, Österreich-Chef von Accenture, am Dienstag bei der Studienpräsentation in Wien.

"Der effiziente Einsatz von Automatisierungstechnologien kann ein globales BIP-Wachstum von 3 Prozent ermöglichen", sagte Zettel. "Das bedeutet für Österreich ein Wachstumspotenzial von 12 Mrd. Euro."

Die meiste Arbeitszeit ließe sich durch Automatisierung in der Industrie einsparen, nämlich 51 Prozent, hat die Accenture-Analyse ergeben. Danach folgen die öffentliche Verwaltung und die Finanzdienstleister mit jeweils 47 Prozent, der Handel (44 Prozent) und der Gesundheitsbereich (37 Prozent).

Automatisierung wäre auch ein Rezept gegen den Fachkräftemangel, so Zettel, der in Österreich so groß sei wie in keinem anderen EU-Land. Gründe dafür seien die alternde Bevölkerung und die steigende Teilzeitquote. Am meisten fehlen demnach Metaller und Elektriker, aber auch in der Gastronomie, im Handel, bei Rechts-, Verwaltungs- und Büroberufen gibt es viele offene Stellen.

"Manche Berufsbilder und Tätigkeiten werden verschwinden", räume die für Digitalisierung zuständige Staatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) ein. "Aber es werden gleichzeitig auch permanent neue Tätigkeiten und Berufsfelder entstehen. Laut dem Weltwirtschaftsforum werden bis 2025 weltweit 97 Millionen Jobs durch Automatisierung entstehen, 85 Millionen Berufe werden wegfallen."

Mit dem Einsatz Generativer Künstlicher Intelligenz (GenAI) werde Automatisierung zunehmend eigenständiger und für komplexere Aufgaben einsetzbar, erklärte Studienautor Philipp Krabb von Accenture. "Mit GenAI treten wir in eine völlig neue Ära der Automatisierung ein."

ivn/cgh

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