DAX 40

20 641,72
-1 075,67
-4,95%
<
Kurse + Charts + Realtime
Snapshot
Historisch
Realtime Liste
>
<
Nachrichten
Marktberichte
Analysen
>
24.07.2024 14:52:38

Aktien Frankfurt: Dax schwächelt - Jede Menge Gründe für neue Vorsicht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich nach einem starken Wochenstart am Mittwoch wieder eingetrübt. Der DAX gab einen Teil seiner Erholungsgewinne wieder ab. Gründe gab es gleich mehrere. So reagierten Anleger enttäuscht auf den Quartalsbericht und Aussagen zu Aktienrückkäufen der Deutschen Bank.

Am Vorabend hatten obendrein in den USA bereits zwei der sogenannten "Magnificent 7"-Gruppe mit ihren Bilanzen enttäuscht: Tesla und Alphabet (Alphabet A (ex Google)). Und wenn Mitglieder dieser Top 7 die Erwartungen nicht erfüllen, "dann ziehe das den gesamten Markt nach unten", wie Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erklärte.

Hinzu kamen schwache Wirtschaftsdaten aus Asien und der Eurozone, wobei vor allem die Daten aus Deutschland Volkswirten Sorgen bereiten. In Japan war der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor wieder unter die Expansionsschwelle gefallen war. In der Eurozone sank die Stimmung in den Unternehmen auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten, in deutschen Industrieunternehmen sackte sie sogar auf den tiefsten Stand seit neun Monaten. "Das sieht nach einem ernsthaften Problem aus", kommentierte Chefökonom Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank.

Der deutsche Leitindex büßte am Nachmittag 0,80 Prozent auf 18.409,46 Punkte ein und rutschte damit auch wieder unter die gleitende 50-Tage-Linie, die er erst am Vortag überwunden hatte. Dieser Trendindikator verläuft aktuell bei etwas unter 18.440 Punkten und gilt als ein Hinweisgeber für die Richtung im Dax auf mittelfristige Sicht. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 0,59 Prozent auf 25.148,80 Punkte.

Die Berichtssaison hierzulande ist, ähnlich wie in den USA, durchwachsen angelaufen. Die Aktien der Deutschen Bank (Deutsche Bank) sackten mit minus 5,7 Prozent an das Dax-Ende. Erstmals wieder seit Anfang 2020 meldete das Finanzinstitut einen Quartalsverlust. Zudem ließ Finanzchef James von Moltke in einem Interview mit dem Nachrichtensender Bloomberg durchblicken, dass es in diesem Jahr womöglich keine zweite Runde von Aktienrückkäufen geben dürfte.

Rheinmetall (Rheinmetall) und Porsche AG (Porsche) setzten sich dagegen an die Dax-Spitze. Der Rüstungskonzern und Autozulieferer meldete einen weiteren Gewinnsprung, was der Aktie ein Plus von 2,5 Prozent bescherte. Porsche konnten sich trotz eines operativ starken ersten Halbjahres nicht von den Vortagesverlusten erholen. Sie zeigten sich kaum verändert. Am Dienstag hatte der Sportwagenbauer wegen der Probleme eines Zulieferers seine Jahresziele gesenkt.

Der Bausoftwarehersteller Nemetschek (Nemetschek SE) passte wegen eines Zukaufs seine Prognose für dieses Jahr an, was der Aktie im MDax ein Minus von 2,7 Prozent einbrockte. Schlusslicht war dort allerdings HUGO BOSS mit minus 4,6 Prozent. Der Anteilsschein des Modeunternehmens litt nicht nur unter einer enttäuschenden Umsatzentwicklung des Luxusgüterherstellers LVMH (LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton), sondern auch unter einer Analystenstudie. Exane BNP Paribas stufte die Boss-Aktie um gleich zwei Stufen auf "Underperform" ab. Das Kursziel wurde nahezu halbiert.

Baywa (BayWa) sackten am Ende des SDAX 10 Prozent ab. Es bahnt sich damit der achte Verlusttag in Folge an. Wegen der prekären Finanzlage hatte das Münchner Agrarhandels- und Energieunternehmen am Abend des 12. Juli den Markt über die Beauftragung eines Sanierungsgutachtens informiert. Seither hat die Aktie fast 60 Prozent eingebüßt.

Der Euro wurde am Nachmittag mit 1,0848 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0860 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,48 Prozent am Vortag auf 2,44 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,17 Prozent auf 124,97 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,15 Prozent auf 132,37 Zähler./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

JETZT DEVISEN-CFDS MIT BIS ZU HEBEL 30 HANDELN
Handeln Sie Devisen-CFDs mit kleinen Spreads. Mit nur 100 € können Sie mit der Wirkung von 3.000 Euro Kapital handeln.
82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!