11.10.2024 11:09:00
|
Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise geben nach
Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung kurz vor dem Wochenende. Am Donnerstag hatte die Sorge um eine Eskalation der geopolitischen Lage im Nahen Osten die Ölpreise deutlich nach oben getrieben. Der Markt fürchtet die Folgen eines israelischen Vergeltungsschlags gegen den Iran, nachdem das Land einen Raketenangriff auf Israel gestartet hatte.
Insbesondere wird ein Angriff Israels auf Anlagen der iranischen Ölindustrie befürchtet, der Auswirkungen auf den internationalen Handel mit dem Rohstoff haben könnte. Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Carsten Fritsch von der Commerzbank wird die weitere Preisentwicklung stark von den Entwicklungen im Nahen Osten abhängen. "Sollte Israel bei einem möglichen Vergeltungsschlag die Öl- beziehungsweise Energieinfrastruktur des Irans verschonen, dürfte dies am Ölmarkt mit Erleichterung aufgenommen werden und die Preise würden wohl noch etwas nachgeben", sagte Fritsch.
Trotz der aktuellen Kursverluste haben die Ölpreise auf Wochensicht etwas zulegen können. So hat sich Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee seit Montag etwa 1,5 Prozent verteuert.
Der Preis für ein Barrel OPEC-Öl wurde zuletzt für Donnerstag mit 77,23 Dollar festgelegt, nach 77,04 Dollar am Mittwoch. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis zeigte sich am Freitagvormittag höher. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) legte an der Rohstoffbörse in London um 0,35 Prozent auf 2.639,22 US-Dollar zu.
kat/mha

Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!