Wale als Kurstreiber? 22.05.2024 22:26:00

ETH-Wale erhöhen ihre Bestände: Ein Indikator für wachsendes Vertrauen in Ethereum?

ETH-Wale erhöhen ihre Bestände: Ein Indikator für wachsendes Vertrauen in Ethereum?

• Glassnode: Wachsende Divergenz in der Performance von Bitcoin und Ethereum
• Unterschiedliche Entwicklung bei Short-Term und Long-Term Holdern
• Anzahl an Ethereum-Walen wächst


Spekulative Divergenz

Wie Glassnode kürzlich berichtete, gibt es eine wachsende Divergenz in der Performance von Bitcoin und Ethereum. Die schlechtere Performance von Ethereum in diesem Zyklus spiegele sich laut Glassnode "in einer messbaren Verzögerung des spekulativen Interesses der Gruppe der kurzfristigen Inhaber wider."

Im Vorfeld des Bitcoin-Allzeithochs am 14. März sei es bei der ältesten Kryptowährung zu einem spürbaren Anstieg der spekulativen Aktivität gekommen - insbesondere bei kurzfristigen Inhabern (Short-Term Holder, STH) sei eine Kapitalakkumulation zu beobachten gewesen. Das in Münzen gehaltene US-Dollar-Vermögen habe sich hier in den letzten sechs Monaten der Marke von 240 Milliarden US-Dollar genähert. Bei Ethereum spiegele sich das jedoch nicht wider. Hier hat es der Preis bisher nicht über sein Allzeithoch von 2021 geschafft.

Unterschiede zwischen Short-Term und Long-Term Holdern

Wie Glassnode berichtete, befinde sich die STH-realisierte Kapitalisierung von Bitcoin fast auf dem Niveau des Höhepunktes des letzten Bullenmarktes, während sich die STH-realisierte Kapitalisierung von Ethereum kaum von ihren Tiefstständen erholt habe. Dies deute "auf einen deutlich schwächeren Zufluss neuen Kapitals" hin. Bei der realisierten Kapitalisierung handelt es sich laut Glassnode um "eine Variante der Marktkapitalisierung, die jeden UTXO auf der Grundlage des Preises zum Zeitpunkt seiner letzten Bewegung bewertet, im Gegensatz zu seinem aktuellen Wert. Als solches stellt es den realisierten Wert aller Münzen im Netzwerk dar, im Gegensatz zu ihrem Marktwert." Beim UTXO (Unspent Transaction Output) handelt es sich laut Krypto Magazin wiederum um "alle nicht ausgegebenen Coins, die einem Bitcoin-Wallet zugeordnet sind."

Derweil sei bei den Langzeitinhabern von Bitcoin, die ihre Coins seit zwei bis drei Jahren besitzen, ein deutlicher Rückgang festzustellen gewesen. Dieser Rückgang sei vermutlich zumindest teils auch auf Gewinnmitnahmen bei einer Veräußerung zurückzuführen. Bei Ethereum sei dagegen ein anhaltendes HODLing-Verhalten zu beobachten - insbesondere bei Langzeitinhabern der genannten Gruppe. "Es scheint, dass sich erfahrene Anleger aufgrund der aktuellen Underperformance von ETH zurücklehnen und geduldig auf höhere Preise warten", schrieb Glassnode in seinem Onchain-Newsletter.

Bestände von ETH-Walen wachsen

Auch Krypto-Wale würden sich laut BTC-ECHO trotz der großen Volatilität am Kryptomarkt unbeeindruckt zeigen und weiter an ihren Beständen festhalten. Daneben wachse die Anzahl an Ethereum-Walen immer schneller und die ETH-Bestände, die von Großinvestoren gehalten werden, hätten sich verdreifacht. Es scheint also, als würden große Ethereum-Investoren daran glauben, dass sich das Netzwerk weiter verbessert und sowohl die Akzeptanz als auch der Preis weiter steigen.

Durch die großen Bestände, die von Ethereum-Walen gehalten werden, werden laut BTC-ECHO entsprechende Mengen dem regulären Handelsmarkt entzogen und so setze sich der Rückgang von Ethereum von zentralisierten Handelsplattformen weiter fort. Laut Glassnode-Daten habe sich der Ethereum-Anteil, der auf allen Börsen liegt, von mehr als 16 Prozent im März vergangenen Jahres auf 10,66 Prozent im Mai dieses Jahres reduziert.

Auch beim Bitcoin gebe es einen solchen Trend, allerdings sei dieser bei der ältesten und nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährung weniger stark ausgeprägt. Hier sei im gleichen Zeitraum ein Rückgang von etwa 13 Prozent auf 11,85 Prozent zu verzeichnen gewesen.

Wale als möglicher Treiber für den ETH-Kurs

Da sich durch die großen Mengen an Ethereum in den Händen von Krypto-Walen das verfügbare Angebot reduziert, könnte der Ethereum-Preis bei gleicher oder steigender Nachfrage von dieser Entwicklung profitieren. Vielleicht kann die zweitgrößte Kryptowährung so wieder zum Bitcoin aufholen.

In diesem Jahr konnte der Bitcoin an der US-Kryptobörse Kraken bereits um etwa 48 Prozent auf 63.100 US-Dollar zulegen, während der Ethereum-Kurs um etwa 29 Prozent auf rund 2.950 US-Dollar kletterte (Stand: 13.05.2024).

Redaktion finanzen.at

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