Prognosen hinfällig 18.04.2020 22:15:00

Krypto-Experten: 2020 wird es kein neues Bitcoin-Allzeithoch geben

Krypto-Experten: 2020 wird es kein neues Bitcoin-Allzeithoch geben

• Bitcoin-Kurs wird von Corona-Pandemie belastet
• Daten vom Optionsmarkt geben wenig Hoffnung auf neues Rekordhoch
• Dennoch positiver Effekt durch Halving möglich?

Der Bitcoin-Kurs wurde in der jüngsten Vergangenheit, wie viele Assetklassen, von der Corona-Krise belastet. Zwar konnte er sich zwischenzeitlich wieder etwas erholen, doch neue Höchststände scheinen aufgrund der aktuellen Entwicklungen inzwischen doch eher unwahrscheinlich.

Könnte das Bitcoin-Halving im Mai für eine Rally sorgen?

Positiv könnte sich das Bitcoin-Halving im Mai auf den Kurs der Cyberdevise auswirken. Bei diesem Ereignis wird die Belohnung für das Mining von 12,5 auf 6,25 BTC, also auf die Hälfte, reduziert. Durch den somit geringeren Anstieg des Angebots, erhoffen sich Analysten einen positiven Effekt auf den Preis. "In der Vergangenheit hat die Halbierung der Belohnungen zu einem enormen Wirtschaftswachstum für Bitcoin und andere Kryptowährungen geführt", gibt Coindesk Aussagen von Brandon Mintz, CEO des Bitcoin-Geldautomatenanbieters Bitcoin Depot, wider. Auch Matthew Dibb, Mitbegründer und COO von Stack Funds, erwarte, dass es durch das Ereignis im Mai in den kommenden zwei Monaten zu einem Aufschwung für den Bitcoin-Preis kommen könnte. Die Anleger würden sich, in Erwartung einer raschen Aufwertung nach der Halbierung, Positionen zulegen, was die Marktbewertung des Bitcoins weiter ankurbeln könne, erklärt Dibb laut Coindesk.

Optionsmarktdaten lassen Hoffnung schwinden

Obwohl noch Hoffnung auf eine Rally durch das Bitcoin-Halving am Markt besteht, zeigen Daten vom Optionsmarkt eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin noch in diesem Jahr ein neues Allzeithoch erklimmen könnte.

Der Optionsmarkt weise nach Angaben des Krypto-Derivat-Analyseunternehmens Skew nur eine Wahrscheinlichkeit von 4 Prozent auf, dass der Bitcoin vor Jahresende über 20.000 US-Dollar liege, wie Coindesk berichtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin das Jahr über 10.000 US-Dollar beende, liege bei 16 Prozent, während die Wahrscheinlichkeit, dass die Preise das Hoch vom Juni 2019 von 13.880 US-Dollar bis Dezember knacken könnten, bei 8 bis 10 Prozent liege.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin bis Ende April, also noch vor dem Halving-Event, mehr als 6.000 US-Dollar koste, liege bei mehr als 50 Prozent. Dass die Preise im fünfstelligen Bereich lägen, belaufe sich laut Optionsdaten auf ekine Wahrscheinlichkeit auf nur vier Prozent. Während der Bitcoin nach dem Halving-Event, bis Ende Juni bei über 10.000 US-Dollar Akzeptanz finde, wäre laut Daten mit 12 Prozent wahrscheinlich - bis Ende September steige diese Wahrscheinlichkeit auf 16 Prozent.

Geldpolitische Maßnahmen könnten BTC stützen

Einige Analysten sind der Meinung, dass der Bitcoin dennoch von der aktuellen Situation, genauer gesagt von den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und Regierungen weltweit, die die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise dämpfen sollen, profitieren könnte. "Die Kryptowährung kann ein Allzeithoch erreichen, da der makroökonomische Hintergrund mit Billionen Dollar Liquidität, die in das System eingehen sollen, recht optimistisch ist", gibt coindesk.com Mike Alfred, CEO von Digital Assets Data, wieder. Auch Luuk Strijers, CCO bei der Crypto Derivate Exchange Deribit, sieht die Chance, dass die Maßnahmen der Politik und der Notenbanken dazu führen könnten, dass Bitcoin vermehrt zur Absicherung gegen den Wertverlust bei Fiat-Währungen genutzt werden könnte. Ashish Singhal, CEO der Börse CoinSwitch.co, gehe allerdings davon aus, dass ein Aufschwung für den Bitcoin erst im dritten Quartal kommen dürfte, da die Korrelation mit den Aktienmärkten im zweiten Quartal weiter anhalten könnte.

Derzeit notiert der Bitcoin bei rund 6.900 US-Dollar (Stand: 15. April 2020). Somit bewegt er sich nur knapp unter dem Niveau, auf dem er in das neue Jahr gestartet war. Von den zwischenzeitlichen Höchstkursen bei über 10.000 und zeitweise fast 10.500 US-Dollar im Februar, hat er sich jedoch, mit mehr als minus 30 Prozent, wieder deutlich entfernt.

Redaktion finanzen.at

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