04.10.2024 13:01:00

Banken brauchen mehr Kapitalpuffer für Gewerbeimmobilien-Kredite

Österreichs Bankenaufseher glauben, dass die Kapitalpuffer der Banken bei der Vergabe von Gewerbeimmobilien-Krediten nicht ausreichen - deshalb sollen die Banken ab Mitte 2025 für diese Kredite einen "sektoralen Systemrisikopuffer" in Höhe von einem Prozent der jeweiligen Finanzierungssumme einführen. Diese Empfehlung hat das Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) bei seiner Sitzung am Donnerstag der Finanzmarktaufsicht (FMA) gegeben, berichten "Der Standard" und "Die Presse".

Von dieser Maßnahme ausdrücklich ausgenommen sind die Finanzierungen Gemeinnütziger Bauvereinigungen, von denen laut Analyse der Nationalbank kein systemisches Risiko ausgeht. Details wird die OeNB in ihrem Financial Stability Report am 12. November veröffentlichen.

Bei einer weiteren Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage bei einem gleichzeitigen Einbruch der Immobilienpreise könnten den Banken zusätzliche Verluste entstehen und ein Systemrisiko darstellen, befürchten die Finanzmarkt-Aufseher. Die Gewinne der Banken reichen demnach für einen zusätzlichen Kapitalpuffer aus, auch eine wesentliche Verteuerung der Kredite durch diese Maßnahme wird nicht befürchtet.

Das Finanzmarkt-Stabilitätsgremium (FMSG) wurde 2014 gegründet und besteht aus Vertretern des Finanzministeriums, des Fiskalrats, der Finanzmarktaufsicht und der Nationalbank. Das FMSG gibt Empfehlungen an die FMA zur Risikoeinschätzung und zu regulatorischen Maßnahmen ab, um potenzielle Risiken im Finanzsystem zu identifizieren und zu reduzieren. Die FMA folgt diesen Empfehlungen in der Regel.

ivn/bel

WEB http://www.fma.gv.at http://www.oenb.at/

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