08.10.2024 12:54:00
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Bauwirtschaft in Österreich schwächelt weiterhin - Umfrage
Bis zum Jahresende wird keine Verbesserung erwartet, da 75 Prozent der befragten Betriebe für 2024 weitere Umsatzrückgänge prognostizieren. "Unsere Prognose, dass die Wohnbaumaßnahmen der Regierung bis Jahresende nicht greifen, ist leider eingetroffen", sagte VÖB-Präsident Michael Wardian am Dienstag laut Aussendung.
Die Bauindustrie in Österreich kommt nicht in Schwung, was besonders die Betonfertigteilbranche zu spüren bekommt. Laut dem aktuellen Konjunkturbarometer meldeten 64 Prozent der befragten Unternehmen Umsatzrückgänge im ersten Halbjahr 2024. Der durchschnittliche Rückgang lag bei etwa 15 Prozent, was vor allem auf die anhaltend schlechte Wirtschaftslage und die strengen Kreditvergaberegelungen zurückzuführen sei."Die Flaute im Wohnbau ist besorgniserregend, drei von vier befragten Unternehmen in unserer Branche meldeten sinkende Umsätze im ersten Halbjahr 2024", so Wardian.
Auch in anderen Bereichen der Bauwirtschaft waren die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2024 negativ: 50 Prozent der befragten Unternehmen im Büro-, Gewerbe- und Industrie meldeten laut VÖB Umsatzrückgänge. Einzig der Infrastruktur- und Tiefbau konnte dank Investitionen der öffentlichen Hand stabile Umsätze verzeichnen.
Die schwache Konjunktur hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigungszahlen. Bis Ende 2024 wird bei etwa der Hälfte der befragten Unternehmen ein Rückgang der Mitarbeiterzahl erwartet.
Parallel dazu wächst die Nachfrage nach CO2-reduzierten Betonfertigteilen. Der VÖB hat Umweltproduktdeklarationen, die sogenannten Branchen-EPD, für sieben relevante Produktbereiche und zwanzig weitere Produkte erstellt und unabhängig verifizieren lassen. Diese Umweltproduktdeklarationen (EPD) dienen als Grundlage für die Berechnung der Umweltauswirkungen beim Bau von Gebäuden mit Betonfertigteilen.
prtf/cri

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