Rezession nicht in Sicht 13.06.2018 22:10:56

Blackstone-Analyst erwartet Aufruhr am Markt: "Da draußen lauert etwas"

Blackstone-Analyst erwartet Aufruhr am Markt: "Da draußen lauert etwas"

Byron Wien, Analyst bei Blackstone, der mit seiner 50-jährigen Berufserfahrung als Urgestein in der Finanzbranche gesehen werden kann, äußert in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender "CNBC" für Investoren zugleich warnende als auch beruhigende Worte.

Wann kommt die nächste Rezession?

Der Wall Street-Kenner sagt dem Markt zwar eine Korrektur von zehn Prozent voraus, geht aber davon aus, dass eine Rezession noch einige Jahre entfernt ist, so Wien gegenüber "CNBC". Dennoch sollen sich Investoren nicht auf die derzeitige Expansion verlassen: "Generell sind wir in einer Phase geringer Volatilität, da keine Rezession in Sicht ist", zitiert die Wirtschaftsseite "MarketWatch" den 85-Jährigen. Derzeit seien die für ihn deutlichen Zeichen für eine Rezession einfach nicht vorhanden. Dazu zählten unter anderem schlechte Unternehmensgewinne sowie Arbeitsmarktdaten. Doch eine vollständige Entwarnung gibt Wien nicht: "Meiner Ansicht nach wird es frühestens 2021 zu einer Rezession kommen".

"Mein Gefühl ist, dass da etwas lauert"

Dennoch geht der stellvertretende Vorsitzende von Blackstone davon aus, dass der Aktienmarkt bis zu diesem Zeitpunkt von anderen Vorfällen beeinflusst wird. "Mein Gefühl ist, dass da etwas lauert, das den Markt aufregen wird", erklärte Wien im Interview mit "CNBC". In Betracht zieht er dabei insbesondere geopolitische Ereignisse, wie das in Kürze bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un. Zusätzlich zeigte der Markt bislang auch sensible Reaktionen auf die Politikentwicklung in Europa, wie beispielsweise die Regierungsbildung in Italien.

Wegen derartigen Ereignissen sollten sich Investoren in der derzeitigen Börsenlandschaft nicht allzu sicher fühlen - betonte Wien gegenüber "CNBC" - auch wenn er die US-amerikanische Wirtschaft für die nächsten zwei bis drei Jahre als "solide" bezeichnete.

Redaktion finanzen.at

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