Geändert am: 11.02.2019 22:13:07

ATX zum Handelsschluss fester -- DAX schließt im Plus -- US-Börsen nach zurückhaltendem Handel uneinheitlich

AUSTRIA

Der ATX zeigte sich zum Handelsstart mit grünen Vorzeichen und legte weiter deutlich zu. Zum Ertönen der Glocke konnte er ein Plus von 0,82 Prozent auf 2.988,17 Punkte verbuchen.

Starke Vorgaben aus Asien stützten den heimischen Aktienmarkt heute. Unterstützung kam auch von den US-Börsen, die am Freitag ihre deutlichen Verlaufsverluste im Späthandel eindämmen und teilweise sogar ins Plus drehen konnten. Am Montag legten nun auch die Börsen in China zu. Weiter im Blick blieben an den Aktienmärkten die Gespräche im Handelsstreit zwischen den USA und China. Eine US-Delegation mit dem Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer wird am Donnerstag zu zweitägigen Gesprächen nach Peking reisen.

Nach zwei Handelstagen in Folge mit deutlichen Verlusten von jeweils rund 1,3 Prozent startete der heimische Leitindex zu Beginn der neuen Woche einen Erholungsversuch. Das europäische Börsenumfeld verzeichnete ebenfalls Kursgewinne.

Am Dienstag wird in Wien dann auch die Berichtssaison fortgesetzt. Die Telekom Austria wird ihre Jahresergebnisse für 2018 vorlegen. Daneben stehen am Dienstag vorläufige Zahlen für 2018 von Rosenbauer an.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex DAX startete heute mit einem Plus in den Handel und konnte im Ringen um die Marke von 11.000 Punkten Gewinne verbuchen. Er schloss mit einem Zugewinn von 0,99 Prozent bei 11.014,59 Zählern.

Für gute Stimmung sorgten positive Nachrichten aus dem Bankensektor und Rückenwind aus Übersee: In China gab es an den Handelsplätzen nach einer feiertagsbedingt mehrtägigen Pause zum Wochenstart kräftige Gewinne.

Der Handelsstreit bleibe die größte Sorge der Anleger, kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Für die Börse sei dabei entscheidend, dass der Konflikt zwischen Washington und Peking rechtzeitig vor den angekündigten neuen US-Strafzöllen auf chinesische Produkte Anfang März gelöst werde.

"Trotz aller Bemühungen erscheint ein Abschluss der Gespräche im Februar als beinahe unmöglich", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Chinas Etappenziel dürfte es jetzt sein, im Gespräch zu bleiben und damit höhere Zölle ab März zu verhindern."

Im Hinterkopf hatten die Anleger zudem einen erneuten Regierungsstillstand in den USA. Im Streit um die Finanzierung einer von US-Präsident Donald Trump geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko wuchsen die Sorgen vor einem erneuten "Government Shutdown". Negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und die Kapitalmärkte wären die Folge, schlussfolgerten die Experten der LBBW.

WALL STREET

Der US-Leitindex eröffnete mit einem kleinen Plus von 0,15 Prozent bei 25.142,81 Punkten, schaffte es im Verlauf aber nicht, die Aufschläge auszubauen. Das Börsenbarometer pendelte um die Nulllinie und verabschiedete sich schlußendlich 0,21 Prozent schwächer bei 25.053,04 Indexpunkten.

Der Techwerte-Index NASDAQ Composite verteidigte die Gewinnzone im Verlauf hingegen weiter, deutliche Kurssprünge blieben aber aus. Am Ende schaffte das Börsenbarometer ein kleines Plus von 0,13 Prozent auf 7.307,90 Zähler.

Mit verhaltener Hoffnung auf Bewegung im US-chinesischen Handelszwist entwickelten sich die Aktienkurse an der Wall Street uneinheitlich.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat eine neue Gesprächsrunde begonnen. Vertreter beider Länder kamen am Montag in Peking zusammen, um den Besuch einer hochrangigen US-Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag und Freitag vorzubereiten.

Sollten beide Staaten bis Anfang März keine Einigung erzielen, drohen neue Sonderzölle der USA und die Erhöhung schon bestehender Zölle. "Die Erwartungen an den Börsen gehen nun immer mehr dahin, dass die Frist verlängert wird", sagte Analyst James Hughes vom Broker Axitrader.

ASIEN

Die Börse in Tokio hatte am Montag feiertagsbedingt geschlossen.

In Tokio rutschte der Leitindex Nikkei 225 am vergangenen Freitag bis zum dortigen Börsenschluss 2,01 Prozent auf 20.333,17 Punkte ab.

Der Hang Seng schloss am Montag mit einem Plus von 0,71 Prozent bei 28.143,84 Zählern. In Shanghai wurde nach einer einwöchigen Handelspause erstmalig wieder gehandelt. Der Shanghai Composite verbuchte zum Handelsschluss in China ein Plus von 1,36 Prozent auf 2.653,90 Punkte.

Geprägt wurde der Handel von Zurückhaltung, da sich im Handelsstreit zwischen China und den USA weiter keine schnelle Lösung abzeichnet - auch wenn die Gespräche weitergehen. In der vergangenen Woche hatten einige Börsen der Region aufgrund der Feiern zum chinesischen Neujahrsfest zeitweise geschlossen.

Da es wohl vorerst kein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping geben wird, schwinden die Hoffnungen auf eine Lösung des Handelskonflikts, bevor Anfang März die angekündigten US-Strafzölle auf chinesische Importe von 10 auf 25 Prozent erhöht werden. Meldungen, wonach die US-Regierung die bestehenden Zölle auch ohne Einigung zunächst bei 10 Prozent belassen wolle, sorgen jedoch für leichten Optimismus, heißt es.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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