Apple abgehängt? 27.02.2019 20:36:00

Goldman Sachs: Samsung könnte für den Konkurrenten Apple zu einem Problem werden

Goldman Sachs: Samsung könnte für den Konkurrenten Apple zu einem Problem werden

Am Mittwochabend stellte Samsung mit einem Smartphone, das sich zu einem Tablet auffalten lässt, eine neue Geräteklasse vor. Zwar gab es bereits im Vorfeld entsprechende Gerüchte - so hatten die Südkoreaner bereits im November in San Francisco einen Prototypen gezeigt - doch dass nun bereits ein Serienmodell präsentiert und sogar ein Verkaufstermin genannt wurde, kam überraschend.

Apple abgehängt

Das neue Galaxy Fold verfügt auf der Frontseite zwar nur über einen eher kleinen Bildschirm mit einer Diagonale von 4,6 Zoll, in aufgeklapptem Zustand kommt es aber auf ein 7,3 Zoll (18,5 cm) großes Tablet-Display. Bereits am 26. April soll das weltweit erste faltbare Smartphone für 1.980 Dollar (ohne Mehrwertsteuer) in den Handel kommen.

Das Analysten-Team von Goldman Sachs rund um Rod Hall glaubt, dass Samsung seinen Konkurrenten Apple damit bei Klapp-Handys zumindest kurzfristig deutlich abhängen kann. In Bezug auf den Wettbewerb sei das neue Gerät für Apple die "stärkste potentielle Herausforderung" im ultra-high-end Smartphone-Markt, zitiert "Business Insider Deutschland" aus einer Analysten-Mitteilung.

Nach Meinung der Goldman-Analysten können solche faltbaren Geräte nur mittels der OLED-Technologie von Samsung hergestellt werden. Hier seien die Südkoreaner der Konkurrenz um mindestens zwei Jahre voraus. Kritisch für Apple sei nun, dass der Konzern die Displays seiner high-end iPhones von Samsung bezieht und damit von den Südkoreanern abhängig ist. Sollte sich das neue Gerät nun als Hit erweisen, so sei aber zu befürchten, dass Samsung den Amerikanern den Zugang zu der neuen flexiblen Technologie verweigert.

Alles halb so wild?

Doch vielleicht sind die Sorgen auch unbegründet. So wiesen die Experten von Goldman Sachs darauf hin, dass Samsung das Gerät zwar auf der Bühne präsentierte, es Medienvertretern jedoch im Anschluss an das Event nicht gestattete, selbst das Galaxy Fold zu testen. Dies könne ein Hinweis darauf sein, dass das faltbare Smartphone vielleicht doch noch nicht bereit sei.

Christoph Schmidt zeigte sich gegenüber "Business Insider" sogar noch skeptischer: "So toll es ist, wenn man es aufklappt, so klobig ist es aber auch im zusammengeklappten Zustand", meint der Tech-Analyst von Fegra Capital. Seine stärkste Kritik richtet sich jedoch gegen den hohen Preis. Er verweist darauf, dass bereits der Konkurrent Apple in Schwierigkeiten gerate, weil er die Preisschraube für seine iPhones überdreht zu haben scheine. Der Experte Schmidt sieht Samsung in diesem Fall nicht als neuen Innovator im Smartphone-Markt - im Gegenteil: "Es ist eher ein Ausdruck der Verzweiflung Samsungs".

Redaktion finanzen.at

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