30.01.2025 12:11:00
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Großbritannien trotz Brexit wesentlicher Exportmarkt Österreichs
Der Brexit erschwerte allerdings die Handelsbeziehungen. So entwickelten sich zwischen 2019 und 2023 die österreichischen Warenexporte in das United Kingdom etwas weniger dynamisch als die Exporte in andere Märkte, auch wenn die Warenausfuhren ins UK um 21,3 Prozent gestiegen sind. Damit schnitt aber Österreich noch immer besser ab als der EU-Durchschnitt. Denn die EU-Warenexporte ins Vereinigte Königreich stiegen im selben Zeitraum lediglich um knapp 4,7 Prozent. Zuletzt verzeichnete aber auch die österreichische Exportwirtschaft einen Dämpfer, denn die Ausfuhren nach Großbritannien ging in den ersten zehn Monaten 2024 um 8,1 Prozent zurück.
"Im Rückblick überwiegen klar die Nachteile für beide Seiten, die der Austritt aus dem EU-Binnenmarkt für die Bürger:innen und die wirtschaftliche Entwicklung gebracht hat", so das Resümee von Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich.
Rund 8 Milliarden Euro investiert
"Mit der richtigen Vorbereitung und gezielter Unterstützung können österreichische Unternehmen jedoch weiterhin die vielfältigen Chancen erfolgreich nutzen, die Großbritannien als großer und spannender Markt bietet - sei es im Handel, in Dienstleistungen oder in innovativen Branchen", sagte der österreichische Wirtschaftsdelegierte in London, Michael Müller.
Das AußenwirtschaftsCenter London und der Brexit-Infopoint beraten jährlich rund 1.000 österreichische Unternehmen. Und österreichische Unternehmen haben bereits mehr als 8 Mrd. Euro in Großbritannien investiert und haben dort rund 300 Niederlassungen.
fel/ivn
WEB https://www.wko.at/oe/news/wkoe-presse

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