30.09.2024 13:18:43

MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

diverser gesenkter Zinssätze durch die chinesische Notenbank bereits beschlossen wurden bzw. die vom Politbüro angekündigt wurden. Hinzu kamen weitere Maßnahmen für den kriselnden Immobiliensektor. Folgerichtig ging die massive Erholungsbewegung bei Aktien aus dem Immobiliensektor weiter.

+++++ CREDIT +++++

Mit leicht ausgeweiteten Risikoprämien ist der europäische Kreditmarkt am Montag in die neue Handelswoche gestartet. Dies könnten jedoch Sondereinflüsse des Quartalsultimos sein, heißt es im Handel. Nach den USA mit dem PCE-Index am Freitag blickt der Markt nun auf die deutschen Inflationsdaten am Nachmittag. Sollten sie wie erhofft schwächer ausfallen, dürften angesichts der schwachen Wirtschaft die Spekulationen auf entschiedenere Zinsschritte der EZB wieder zunehmen.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

FRESENIUS/FORMYCON

Formycon und sein Kommerzialisierungspartner Fresenius Kabi haben nach EU-Genehmigung auch die US-Zulassung für das Nachahmermedikament FYB202/Otulfi zur Behandlung schwerwiegender chronisch-entzündlicher Erkrankungen bekommen. Wie Formycon mitteilte, hat die Gesundheitsbehörde FDA das Medikament genehmigt.

RHEINMETALL

hat einen Rüstungsauftrag aus Dänemark erhalten. Wie der Konzern mitteilte, liefert er für die mobile Flugabwehr des Landes 16 "Skyranger"-Türme sowie Fahrzeugausstattung. Der Auftragswert liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Hinzu komme Munition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Die Lieferungen sollen bis 2028 erfolgen.

RHEINMETALL

hat eine Kooperation mit dem US-Industriekonzern Honeywell im Bereich Sichtsysteme und Hilfsaggregate für Fahrzeuge vereinbart. Die Unternehmen wollen laut Mitteilung neue visuelle Systeme entwickeln, die unter anderem eine Vielzahl von Wärmebild- und Tageslichtkameras umfassen soll

ADLER

hat nach Abschluss seiner Rekapitalisierung eine weitere Baustelle geschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, hat es die Geschäftsberichte 2022 und 2023 deutlich verspätet nun mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des Prüfers veröffentlicht. Der Konzern hatte nach einem Bilanzskandal im Jahr 2022 lange Zeit nach einem neuen Abschlussprüfer gesucht und erst im vergangenen Oktober die Avega Revision dafür gewonnen. Der Weg nach vorn soll mit einem neuen CFO beschritten werden.

VARTA

Kleinaktionäre des in Schieflage geratenen Batterieherstellers Varta wehren sich weiter gegen den von den Großaktionären Michael Tojner und Porsche sowie von Finanzgläubigern ausgehandelten Sanierungsplan, der nach ihrer Darstellung auf eine entschädigungslose Enteignung von knapp 50 Prozent des Kapitals hinausläuft.

APPLIED NUTRITION

soll in London an die Börse gebracht werden. Die vor 10 Jahren gegründete Marke für Sporternährung, Gesundheit und Wellness erklärte, dass der Bekanntheitsgrad der Marke gesteigert und die geplante Aktiennotierung Basis für weiteres Wachstum sein soll. Im Tagesverlauf werde das Registrierungsdokument veröffentlicht.

ASTON MARTIN

Angesichts schwacher Nachfrage in China und Problemen in der Lieferkette senkt nun auch der britische Sportwagenhersteller Aston Martin seine Prognose. Eine wachsende Zahl von Komponenten treffe aufgrund von Störungen bei mehreren Zulieferern verspätet ein, erklärte das Unternehmen.

AT&T

verkauft seine verbliebene 70-prozentige Beteiligung an DirecTV für rund 7,6 Milliarden Dollar an die Beteiligungsgesellschaft TPG. Der jetzt vereinbarte Deal markiert den Ausstieg des Telekommunikationsriesen aus der Unterhaltungsindustrie.

REA/RIGHTMOVE

Die von der News Corp kontrollierte REA Group kann auch mit dem vierten Angebot für den britischen Immobilienportalbetreiber Rightmove nicht punkten. Rightmove hat das jüngste Gebot im Volumen von 6,2 Milliarden Pfund zurückgewiesen und REA aufgefordert, bis zum Ende der Frist am Montag sein finales Angebot vorzulegen.

ROCHE

verkleinert seine bisher breit angelegte Forschungspipeline und konzentriert sich auf einen schnelleren Einstieg in den Markt für Medikamente zur Behandlung von Fettleibigkeit. Das Schweizer Pharmaunternehmen kündigte am Montag an, dass es die Zahl der Krankheitsfelder, auf die es mit seiner Pharmaforschung abzielt, auf 11 reduziert hat.

STELLANTIS

Belastet vom schwierigen Branchenumfeld hat auch Stellantis den Ausblick für das laufende Gesamtjahr gesenkt. Die bereinigte operative Marge soll dieses Jahr nur noch zwischen 5,5 und 7,0 Prozent liegen, wie der Autokonzern mitteilte. Bisher hatte das Unternehmen, zu dem Marken wie Opel, Chrylser, Peugeot oder Fiat gehören, einen zweistelligen Wert in Aussicht gestellt.

VODAFONE

Vodafone braucht für den Verkauf des Italien-Geschäfts an Swisscom nicht länger die Genehmigung seiner Aktionäre. Das gehe aus der neuen Regulierung für börsennotierte Unternehmen in Großbritannien hervor, teilte der Konzern mit.

VODAFONE/THREE UK

müssen für die Zusammenlegung ihrer Geschäfte in Großbritannien Zugeständnisse an die Kartellaufsicht machen. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, haben sie angeboten, die Preise für Privatkunden für zwei Jahre nach dem Zusammenschluss zu deckeln. Die britische Kartellbehörde CMA befürchtet höherer Preise für Millionen von Mobilfunkkunden durch die Fusion, die nach ihrer Einschätzung nicht notwendigerweise zu höheren Netzwerk-Investitionen führe.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 30, 2024 07:18 ET (11:18 GMT)

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