01.08.2024 07:50:40
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MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Die US-Währungshüter haben angedeutet, dass sie sich einer Zinssenkung annähern. Die Notenbanker nahmen zwei wichtige Änderungen an ihrem geldpolitischen Statement vor, mit denen sie die jüngsten Fortschritte im Kampf gegen die Inflation anerkannten, ohne sich jedoch ausdrücklich zu einer Zinssenkung zu verpflichten. Sie bezeichneten die Inflation als "etwas erhöht", was eine deutliche Herabstufung darstellt. Und sie führten eine neue Formulierung ein, die besagt, dass die Geldpolitiker "die Risiken für beide Seiten ihres dualen Mandats im Auge behalten". Gleichzeitig ließ die Fed die Formulierung fallen, dass sie den Inflationsrisiken "große Aufmerksamkeit schenkt". "Eine Senkung des Leitzinses könnte schon bei der nächsten Sitzung im September auf dem Tisch liegen", sagte Fed-Chef Jerome Powell bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung. "Wir nähern uns dem Punkt, an dem es angemessen wäre, den Leitzins zu senken, aber wir sind noch nicht ganz an diesem Punkt."
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
13:00 US/Conocophillips, Ergebnis 2Q
13:30 US/Intercontinental Exchange Group Inc, Ergebnis 2Q
22:00 US/Booking Holdings Inc, Ergebnis 2Q
22:02 US/Intel Corp, Ergebnis 2Q
22:05 US/Amazon.com Inc, Ergebnis 2Q
22:30 US/Apple Inc, Ergebnis 3Q
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US
14:30 Produktivität ex Agrar (1. Veröffentlichung) 2Q
annualisiert
PROGNOSE: +1,8% gg Vq
1. Quartal: +0,2% gg Vq
Lohnstückkosten
PROGNOSE: +1,7% gg Vq
1. Quartal: +4,0% gg Vq
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(2. Veröffentlichung) Juli
PROGNOSE: 49,5
1. Veröff.: 49,5
zuvor: 51,6
16:00 Bauausgaben Juni
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: -0,1% gg Vm
16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Juli
PROGNOSE: 48,9 Punkte
zuvor: 48,5 Punkte
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX Stand +/- %
E-Mini-Future S&P-500 5.592,25 +0,6%
E-Mini-Future Nasdaq-100 19.671,50 +0,9%
Nikkei-225 38.117,31 -2,5%
Hang-Seng-Index 17.347,38 +0,0%
Kospi 2.784,05 +0,5%
Shanghai-Composite 2.940,21 +0,0%
S&P/ASX 200 8.128,40 +0,4%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Trotz positiver US-Vorgaben zeigen sich die ostasiatischen Börsen uneinheitlich. Ein kräftiges Minus gibt es in Tokio. Hintergrund ist die Ankündigung weiterer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan (BoJ), die am Vortag den Leitzins etwas deutlicher als erwartet auf 0,25 Prozent erhöht hatte. Die positiven Vorgaben der Wall Street setzen keinen Impuls. Hier hatte die US-Notenbank der Hoffnung auf eine Zinssenkung im September neue Nahrung gegeben, was vor allem bei den zinssensiblen Werten aus dem Technologie-Sektor für kräftige Aufschläge gesorgt hat. Da die Entwicklung am Arbeitsmarkt ein wichtiger Faktor für den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed ist, warten Investoren nun auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juli am Freitag. Sollte sich hier eine weitere Abkühlung zeigen, würde dies die Erwartungen an eine Zinsssenkung im September weiter erhöhen, heißt es. Die Wirtschaft in China schwächelt erneut und weckt bei Investoren weitere Hoffnungen auf Stützungsmaßnahmen, um die Konjunktur anzukurbeln. Der Caixin-Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe rutschte im Juli knapp unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten, nach 51,8 Punkten im Vormonat. Bereits am Vortag hatten die Einkaufsmanager-Indizes für das verarbeitende Gewerbe und den Service-Sektor, jeweils für Juli, eine schwache Wirtschaft signalisiert.
US-NACHBÖRSE
Meta Platforms hatte im zweiten Quartal von starken Werbeeinnahmen profitiert. Für die Aktie ging es um 7,2 Prozent nach oben. Die Titel von Qualcomm reduzierten sich dagegen trotz guter Zahlen um 1,2 Prozent. Nach den deutlichen Aufschlägen im regulären Handel von 8,4 Prozent sei es zu Gewinnmitnahmen gekommen, hieß es zu den nachbörslichen Abgaben. Nach anfänglichen Abgaben zeigte sich die Ebay-Aktie mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent. Der Online-Marktplatz hatte für das zweite Quartal bei Gewinn und Umsatz die Marktschätzungen übertroffen. Allerdings fiel die Umsatzprognose für das laufende Quartal leicht unter den Erwartungen aus. Für ARM Holdings ging es trotz guter Zahlen nach der Schlussglocke um 10,5 Prozent nach unten, jedoch hatten die Papiere den Handelstag mit einem Aufschlag von gut 8 Prozent beendet.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 40.842,79 +0,2% 99,46 +8,4%
S&P-500 5.522,30 +1,6% 85,86 +15,8%
Nasdaq-Comp. 17.599,40 +2,6% 451,98 +17,2%
Nasdaq-100 19.362,43 +3,0% 566,16 +15,1%
Mittwoch Dienstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,26 Mrd 844 Mio
Gewinner 1.762 1.728
Verlierer 1.049 1.035
Unverändert 65 106
Sehr fest - Anleger feierten die Fed, die der Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung neue Nahrung gegeben hatte. Untermauert wurde dies durch einen schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht unter Konsens und den Einkaufsmanagerindex der Region Chicago, der etwas deutlicher zurückging als angenommen. Microsoft (-1,1%) hatte zwar von einem starken Cloud-Wachstum profitiert. Analysten hatten hier jedoch mehr erwartet. AMD (+4,4%) hatte im zweiten Quartal von einer hohen Nachfrage profitiert. Umsatz und Gewinn übertrafen die Erwartungen. Im Sog von AMD verbesserten sich Nvidia um 12,9 Prozent. Boeing (+2%) hatte im zweiten Quartal seinen Verlust ausgeweitet und die Erwartungen verfehlt, macht aber Fortschritte bei der Verbesserung des Qualitätsmanagements. Starbucks (+2,6%) hatte in ihrem dritten Geschäftsquartal weniger umgesetzt als erwartet. Auch der Gewinn ging zurück. Allerdings sah der Konzern bei seiner Trendwende Fortschritte. Kraft Heinz (+4%) hat im zweiten Quartal wegen der Kaufzurückhaltung der Verbraucher auch weniger verdient als vor einem Jahr. Die Jahresprognose bekräftigte der Konzern aber. Mondelez (+1,9%) hat im zweiten Quartal weltweit 1,9 Prozent weniger umgesetzt. Der Konzern will nun in den USA neue "preiswerte Angebote" einführen. Mastercard (+3,6%) hat im zweiten Quartal mehr umgesetzt und verdient. T-Mobile US (+3,9%) hat im zweiten Quartal weitere Kunden gewonnen. Für das Gesamtjahr wird die Telekom-Tochter zuversichtlicher.
US-ANLEIHEN
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 4,26 -9,6 4,36 -15,6
5 Jahre 3,92 -10,9 4,03 -7,6
7 Jahre 3,96 -10,2 4,06 -0,9
10 Jahre 4,05 -8,1 4,14 17,4
30 Jahre 4,34 -5,6 4,40 37,0
Schon vor Bekanntgabe des Zinsentscheids hatten Anleger auf Zinssenkungen gesetzt, im Anschluss daran gaben die Renditen in Reaktion auf die Powell-Aussagen weiter nach.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0828 +0,0% 1,0827 1,0816 -2,0%
EUR/JPY 162,38 +0,1% 162,28 164,64 +4,4%
EUR/GBP 0,8428 +0,1% 0,8420 0,8430 -2,8%
GBP/USD 1,2848 -0,1% 1,2856 1,2830 +0,9%
USD/JPY 149,95 +0,0% 149,89 152,22 +6,4%
USD/KRW 1.363,21 +0,2% 1.360,23 1.376,58 +5,0%
USD/CNY 7,1341 +0,1% 7,1291 7,1185 +0,5%
USD/CNH 7,2347 +0,1% 7,2254 7,2357 +2,0%
USD/HKD 7,8128 +0,0% 7,8127 7,8127 +0,0%
AUD/USD 0,6529 -0,2% 0,6544 0,6504 -4,1%
NZD/USD 0,5950 -0,0% 0,5951 0,5918 -5,9%
Bitcoin
BTC/USD 64.200,00 -1,1% 64.935,80 66.464,10 +47,4%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Der Dollar hatte schon vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank nachgegeben und kam danach noch etwas weiter zurück. Der Dollarindex sank um 0,5 Prozent. Der Yen legt gegenüber dem Dollar im asiatischen Handel am Donnerstag mit Aussagen von BoJ-Gouverneut Ueda zu weiteren Zinserhöhungen kräftig zu. Der Greenback notiert bei 149,95 Yen, nach 152,20 Yen zur gleichen Zeit am Vortag.
++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL / GAS
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 78,64 77,91 +0,9% +0,73 +10,2%
Brent/ICE 81,51 80,84 +0,8% +0,67 +8,2%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Die Ölpreise legten nach den jüngsten Abgaben deutlich zu. Das Barrel Rohöl der US-Sorte WTI verteuerte sich um 4,3 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die gestiegenen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten nach der Ermordung des politischen Führers der Hamas im Iran. Zudem sind die Rohölbestände der USA in der vergangenen Woche stärker gesunken als erwartet. Unterstützung kam auch vom nachgebenden Dollar.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
August 01, 2024 01:51 ET (05:51 GMT)

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