Nach Hype um GameStop-Aktie & Co: Clubhouse gewinnt an Beliebtheit | 25.02.21 | finanzen.at

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Anti-Reddit 25.02.2021 22:36:00

Nach Hype um GameStop-Aktie & Co: Clubhouse gewinnt an Beliebtheit

Nach Hype um GameStop-Aktie & Co: Clubhouse gewinnt an Beliebtheit

• Clubhouse auch für Finanzthemen sehr gefragt
• Mitmachen nur mit Einladung
• Trolle halten sich eher zurück

Die Aktienmärkte stehen immer noch unter dem Eindruck des jüngst ausgebrochenen Shortselling-Kriegs: Viele private Kleinanleger haben sich über Reddit und andere Internet-Foren mobilisiert und mit konzertierten Käufen die Kurse von stark geshorteten Aktien, wie etwa des US-Videospielhändlers GameStop, in die Höhe getrieben. Damit sorgten sie bei einigen Hedgefonds, die hingegen auf fallende Kurse spekulierten, für hohe Verluste bis hin zum Beinahe-Ruin. Inzwischen haben die Kurse der betroffenen Aktien wieder deutlich nachgegeben.

Hype um Clubhouse

Ein weiterer Channel, über den Finanzdiskussionen stattfinden können, ist die Audio-only-App Clubhouse, bei der man in sogenannten Räumen Gesprächen wie bei einem Live-Podcast zuhören oder sich auch aktiv an Diskussionen beteiligen kann.

Die App hat seit ihrem Debüt im März einen regelrechten Hype erfahren, was zum einen daran liegt, dass man nur mit einer Einladung durch einen bereits registrierten User mitmachen kann. Eben diese Exklusivität macht Clubhouse nur um so attraktiver. Zum anderen sind hier schon zahlreiche Berühmtheiten wie etwa Elon Musk oder Mark Zuckerberg aufgetreten. Unter Berufung auf die Analyse-Firma Apptopia berichtete "Bloomberg", dass die App schon rund fünf Millionen Mal heruntergeladen wurde.

Weniger Trolle unterwegs

Laut "Bloomberg" könnte sich das neue Forum sogar zu einem Ani-Reddit für Finanzmarkt-Interessenten entwickeln. Denn aus verschiedenen Gründen haben es sogenannte Trolle, also Personen, die mutwillig stören und provozieren, hier nicht leicht.

Dies liegt zum einen daran, dass aus dem Profil öffentlich ersichtlich ist, von wem man eingeladen wurdest. Dies sorgt dafür, dass Einladungen in der Regel mit Bedacht verteilt werden.

Hinzu kommt, dass es sogenannte Moderatoren gibt, welche die Diskussion leiten, indem sie User quasi auf die Bühne holen und sie zu Sprechern machen. Aber sie können umgekehrt auch die User wieder von der Bühne holen, wenn sie dies für erforderlich halten. Diese Moderatoren können sich durch fundiertes Fachwissen oder einfach auch durch eine Begabung für das Leiten von Diskussionen auszeichnen.

Laut "Bloomberg" hätten Teilnehmer die Erfahrung gemacht, dass es Clubhouse von Natur aus einfacher mache, Fehlinformationen zu korrigieren. Außerdem sei die Atmosphäre kollegialer als in anderen Bereichen des Internets. Denn im allgemeinen sei es einfach sich abfällig zu äußern, wenn man sich hinter einem Avatar verstecken kann. Dagegen müsse man bei Clubhouse seine Position mittels seiner eigenen Stimme vor einer Zuhörerschaft verteidigen. Eben dieses Element der Stimme unterscheide Clubhouse von anderen Social-Media-Kanälen wie Instagram, TikTok, Twitter oder Reddit und trage dazu bei, Trolle fernzuhalten.

Eigenschutz nicht vernachlässigen

Doch auch die Zuhörer selbst können zu ihrem eigenen Schutz beitragen, sie sollten nämlich nicht vergessen, dass sich auch auf Clubhouse unseriöse Teilnehmer tummeln können. So erklärte beispielsweise eine Clubhouse-Zuhörerin gegenüber "Bloomberg", dass es für sie immer eine Warnflagge sei, wenn nur eine Person spreche. Sie wähle deshalb für sich Gespräche mit mehreren Moderatoren aus, die gegebenenfalls schlechte Informationen korrigieren oder zumindest hinterfragen können.

Redaktion finanzen.at

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