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Auslieferungszahlen 03.06.2024 21:28:00

Tesla-Rivalen BYD, NIO, Xpeng & Co. verbuchen teils neue Absatzrekorde in China

Tesla-Rivalen BYD, NIO, Xpeng & Co. verbuchen teils neue Absatzrekorde in China

• Chinesische Autobauer allesamt mit Verbesserung ihrer Auslieferungszahlen
• Neue Rekorde bei NIO und ZEEKR
• Preiskampf treibt die Zahlen an


Nach einem schwachen Jahresstart setzte sich die Erholung auf dem chinesischen Elektroautomarkt im Monat Mai weiter fort, wie ein Blick in die Auslieferungszahlen der größten chinesischen Autobauer zeigt.

BYD bleibt Teslas größter Rivale

Der Autoriese BYD hat im Mai in China insgesamt 331.817 Fahrzeuge unters Volk gebracht - das war das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten, nachdem BYD im Dezember vergangenen Jahres bei 341.043 einen Auslieferungsrekord aufgestellt hatte. Die Mai-Zahlen lagen um 5,93 Prozent über den Zahlen des Vormonats und um satte 38,13 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Besonders erfolgreich war BYD mit dem Verkauf von Plug-In-Hybriden, von denen der Autobauer im Mai 184.093 unters Volk brachte - so viel wie nie zuvor. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres stieg die Zahl damit um 54,07 Prozent, zum April waren dies 3,67 Prozent mehr und damit der dritte Monatsrekord in Folge.

Damit dürfte sich BYD in seiner 2022 beschlossenen Entscheidung, die Produktion von reinen Verbrennern einzustellen und stattdessen den Fokus auf die Produktion von PHEVs und reinen Elektrofahrzeugen zu legen, bestätigt fühlen. Insbesondere im Hybrid-Automarkt hat BYD der Konkurrenz in China den Rang abgelaufen. Erst kürzlich hatte der Tesla-Konkurrent seine DM-Technologie (Dual Mode) der fünften Generation sowie seine ersten beiden neuen Modelle auf Basis der Hybridtechnologie vorgestellt.

Anleger belohnen die starken BYD-Zahlen: In Hongkong legte die BYD-Aktie 5,01 Prozent auf 230,60 HKD zu. Im zweiten Quartal will BYD die Krone bei batterieelektrischen Fahrzeugen oder "reinen Elektrofahrzeugen" von Tesla zurückholen.

Rekordzahlen für NIO

Den besten Monat in der Unternehmensgeschichte erlebte im Mai unterdessen der BYD-Rivale NIO. 20.544 Fahrzeuge lieferte das Unternehmen im Mai an Kunden in China aus und das, obwohl der Autobauer - anders als BYD - nicht mit einer aktualisierten Modellpalette aufwarten konnte. Der bisherige Rekordwert stammte aus dem Juli 2023 und lag damals bei 20.462 ausgelieferten Fahrzeugen.

Im Vorjahresvergleich verbesserte sich NIO damit um satte 233,78 Prozent, verglichen mit dem Monat April 2024 ging es um 31,52 Prozent nach oben. Stark performte NIO dabei insbesondere mit seinen SUVs, die zum April mit 12.164 Fahrzeugen ein Auslieferungsplus von 37,96 Prozent erzielten. Auch Limousinenmodelle waren mit einem Plus von 23,18 Prozent stark nachgefragt.

Getrieben wurden die Zahlen offenbar von jüngsten Anpassungen beim Batteriemietservice von NIO. Zwar blieb der Verkaufspreis der NIO-Fahrzeuge unverändert, allerdings zahlen NIO-Kunden, die ein Modell aus der NIO-Palette im Rahmen des Battery-as-a-Service-Plans erwerben, nun weniger im Monat. Zudem haben Kunden die Möglichkeit, einen Teil ihrer bisher gezahlten Beträge zurückzuerhalten, wenn sie künftig den Batteriesatz des Fahrzeugs kaufen. Das kam am Markt offenbar gut an.

Die NIO-Aktie zeigt sich im Handel an der NYSE zeitweise 1,48 Prozent tiefer bei 5,31 US-Dollar.

Xpeng verbessert sich ebenfalls

Auch bei Xpeng lief es im Mai besser als im Vormonat und im Vorjahresvergleich. Um 35,17 Prozent stieg die Zahl der ausgelieferten Xpeng-Fahrzeuge im Mai 2024 verglichen mit Mai 2023: Insgesamt brachte Xpeng im Berichtsmonat 10.146 Autos unters Volk, was in diesem Jahr einem neuen Höchstwert entspricht. Im April hatten die Auslieferungszahlen mit 9.393 Fahrzeugen noch um 8,02 Prozent tiefer gelegen.

Auch auf diese Zahlen reagieren Anleger negativ: Die Xpeng-Aktie liegt im NYSE-Handel zeitweise mit 2,35 Prozent bei 8,12 US-Dollar im Minus.

Börsenneuling ZEEKR-Aktie überzeugt

Einen großen Erfolg verbuchte im Monat Mai zudem der Börsenneuling ZEEKR. Nachdem das Unternehmen, das erst im vergangenen Monat sein Börsenlisting in New York gefeiert hatte, bereits im Vormonat Rekordauslieferungen vermelden konnte, setzte sich die Erfolgsserie auch im Mai weiter fort. Mit 18.616 ausgelieferten Fahrzeugen wurde der April-Wert (16.089 Fahrzeuge) um weitere 15,71 Prozent gesteigert, verglichen zum Vorjahreszeitraum lieferte ZEEKR sogar 114,52 Prozent mehr Fahrzeuge aus.

Das Unternehmen, das weiterhin rote Zahlen schreibt, will im Gesamtjahr den Break-Even schaffen. Für Anleger offenbar ein positives Signal: Die ZEEKR-Aktie legt im NYSE-Handel zeitweise 1,11 Prozent auf 25,48 US-Dollar zu. Der Ausgabepreise für die ZEEKR-Aktien hatte Mitte Mai bei 21 US-Dollar gelegen.

Li Auto

Einen neuen Monatsrekord, zumindest für das Jahr 2024, hat im Mai auch der Konkurrent Li Auto eingefahren. Mit 35.020 Fahrzeugen brachte Li Auto 35,8 Prozent mehr Autos auf die Straßen als im Monat April und steigerte sich im Vorjahresvergleich um 23,85 Prozent. Der bisherige Rekordwert aus dem Dezember, als Li Auto 50.353 Fahrzeuge ausgeliefert hatte, bleibt aber zunächst außer Reichweite.

Zuletzt hatte Li Auto mit einer gesenkten Auslieferungsprognose für das Gesamtjahr und einem Gewinnrückgang im ersten Quartal wenig gute Nachrichten für Anleger im Gepäck. Umso positiver bewerten Anleger die neuesten Auslieferungszahlen: Die Li Auto-Aktie verliert im NASDAQ-Handel zeitweise minimale 0,07 Prozent auf 20,24 US-Dollar.

Preiskampf belastet auch Tesla

Die gestiegenen Auslieferungszahlen der chinesischen Autobauer inmitten eines von schwacher Nachfrage gebeutelten Elektroautosegments dürften insbesondere auf den anhaltenden Preiskampf in der Branche zurückzuführen sein. Auch Branchenriese Tesla hatte zu Lasten der Marge Preiseanpassungen vornehmen müssen, insbesondere um auf dem wichtigen chinesischen Markt mit der dort starken Konkurrenz durch BYD & Co. mithalten zu können.

Ob die Maßnahme für Tesla ebenso erfolgreich war wie für die Rivalen, bleibt abzuwarten, noch hat der US-Autobauer keine Verkaufszahlen für den chinesischen Markt im Mai veröffentlicht.

Die Tesla-Aktie zeigt sich im NASDAQ-Handel zeitweise 1,08 Prozent tiefer bei 176,14 US-Dollar.

Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: Philip Lange / Shutterstock.com,Andy Feng / Shutterstock.com

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