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20.09.2024 12:37:00
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Wiener Börse (Mittag) - ATX weiterhin mit Kursverlusten
"Dazu könnten auch die britische und japanische Notenbank beitragen, die ihre Geldpolitik den Erwartungen entsprechend unverändert belassen haben", schreibt die Helaba. Die Bank of Japan hat am Freitag die Zinssätze unverändert gelassen, dies war am Markt erwartet worden. Überraschend war hingegen die Entscheidung in China: Auch dort hat die chinesische Notenbank die Leitzinsen unverändert belassen - Experten hatten allerdings mehrheitlich mit einer Senkung der Zinssätze gerechnet.
Für die Eurozone steht dann am Nachmittag das Verbrauchervertrauen für September im Kalender. "Mit einer leichten Stimmungsaufhellung wird gerechnet, vor allem dürften dabei wohl die sinkenden Benzin- und Dieselpreise die Konsumlaune gehoben haben. Zudem ist die Arbeitsmarktlage europaweit solide", schreibt die Helaba im Vorfeld der Veröffentlichung.
Meldungsseitig blieb es in Wien weiterhin recht ruhig, für Bewegung könnte allerdings im weiteren Tagesverlauf der große Verfall an den Terminbörsen sorgen. An diesem Tag laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus, und Aktienkurse und auch Indizes können ohne wesentliche Nachrichten spürbar schwanken. Der ATX-Verfall zu Mittag sorgte nur für einen kurzen Kursabfall, der Leitindex erholte sich aber rasch und kletterte wieder auf das Niveau vom späten Vormittag.
In Wien gab es Neuigkeiten von Raiffeisen Bank International (RBI). Das Institut hat den Verkauf der weißrussischen Tochter Priorbank JSC an die emiratische Soven 1 Holding fixiert. Eine Vereinbarung über den Verkauf des 84,74-prozentigen Anteils wurde unterschrieben, teilte die RBI mit. Damit seien die Verhandlungen abgeschlossen, die Behörden müssen den Deal aber noch genehmigen. Das Konzernergebnis wird durch den Verkauf mit rund 300 Mio. Euro belastet.
RBI-Aktien gewannen 0,2 Prozent. Auch die Branchenkollegen Erste Group (plus 0,4 Prozent) und BAWAG (plus 1,1 Prozent) konnten im ansonsten schwachen Wiener Marktumfeld zulegen.
Klar tiefer notierten Ölwerte. OMV verloren 0,9 Prozent, Schoeller-Bleckmann gaben um 2,8 Prozent nach. Mit Abschlägen zeigten sich auch Versorgerwerte. EVN rutschten um 2,2 Prozent nach unten. Verbund verloren moderate 0,4 Prozent.
Versicherer gaben ebenfalls nach. Vienna Insurance Group büßten 0,7 Prozent ein, Uniqa fielen um 0,5 Prozent. Die Versicherungsbranche rechnet mit massiven Schadenssummen nach den jüngsten Unwettern in Österreich. Laut Versicherungsverband werden Schäden im Wert von bis zu 600 bis 700 Millionen Euro erwartet. Im Extremfall könnte sogar die Milliardengrenze durchbrochen werden, teilte der Verband mit.
kat/spa
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