"Wesentliches" Risiko 08.03.2019 17:59:00

Kommt es zum Markteinbruch? US-Notenbank Fed denkt über Stresstest für Bitcoin nach

Kommt es zum Markteinbruch? US-Notenbank Fed denkt über Stresstest für Bitcoin nach

Die US-Notenbank Fed führt jährlich Stresstests durch. Dabei werden schwerwiegende Probleme oder wichtige Ereignisse simuliert, die das Finanzsystem in eine Krise stürzen könnten, um zu prüfen, ob das System diese bewältigen kann. Daneben bieten die aufsichtsrechtlichen Stresstests Unternehmen einen Rahmen für eigene interne Stresstests. Seit 2010, als das Dodd-Frank Wall Street Reformgesetz als Reaktion auf den Finanzcrash im Jahr 2008 in Kraft trat, sind diese Tests verpflichtend. "Die aufsichtsrechtlichen Stresstests, wie sie im Dodd-Frank-Gesetz festgelegt sind, sollen der Unternehmensleitung und den Verwaltungsräten, der Öffentlichkeit und den Aufsichtsbehörden zukunftsweisende Informationen zur Verfügung stellen, mit deren Hilfe die potenziellen Auswirkungen von Stressbedingungen auf die Fähigkeit dieser großen Bankinstitute, Verluste auszugleichen, abgeschätzt werden, während sie gleichzeitig Verpflichtungen gegenüber Gläubigern und anderen Gegenparteien erfüllen und weiterhin Kredite vergeben", erklärt die Federal Reserve den Grund zur regelmäßigen Durchführung der Stresstests.

Bitcoin-Einbruch als "wesentliches" Risiko

Wie im Rahmen einer kürzlich im Bundesregister, dem offiziellen Tagesblatt der US-Bundesregierung, veröffentlichten Grundsatzerklärung enthüllt wurde, hat ein Kommentator der Fed vorgeschlagen, künftig auch einen möglichen Zusammenbruch des Bitcoins bei diesen Tests zu berücksichtigen. "Das Direktorium sollte in diesen Szenarien außergewöhnliche Schocks, wie etwa einen Krieg mit Nordkorea, den Zusammenbruch des Bitcoin-Marktes oder größere Verluste durch Fehlverhalten der Trader berücksichtigen", empfahl der Kommentator.

"Das Board beabsichtigt, die Szenarien gegebenenfalls um Risiken zu erweitern, die es für wesentlich hält", berichtete die US-Notenbank. Sie wolle die Tests "ausreichend dynamisch" gestalten, dabei neue Risiken berücksichtigen, die auf dem Markt relevant geworden sind.

Randal K. Quarles, Gouverneur und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Fed sowie neuer Vorsitzender des Finanzstabilitätsrates (FSB), fügte hinzu, der FSB habe "beschlossen, seinen Rahmen für die Beurteilung von Schwachstellen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass wir bei der Beurteilung von Schwachstellen in Bezug auf die Finanzstabilität auf dem neuesten Stand sind", wie "cointelegraph" berichtete.



Sollten die jüngsten Änderungsvorschläge angenommen werden, würden sie im Rahmen der Stresstestgrundsätze des Direktoriums zum 1. April 2019 in Kraft treten. "cryptonomist" zufolge handelt es sich bei der Änderung den Bitcoin betreffend bislang aber lediglich um einen Vorschlag, es gebe noch keine konkreten Pläne.

Redaktion finanzen.at

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