Bitcoin-Jagd 09.07.2020 22:59:00

Trump und seine Abneigung gegen Bitcoin & Co.: Machen Kryptowährungen dem Dollar Konkurrenz?

Trump und seine Abneigung gegen Bitcoin & Co.: Machen Kryptowährungen dem Dollar Konkurrenz?

• Trump-Regierung skeptisch gegenüber Bitcoin & Co.
• US-Finanzminister soll Krypto-Handel im Blick behalten
• Technologie soll voranschreiten


Auf seinem Lieblingsnetzwerk Twitter hat Donald Trump seine Meinung zu digitalen Coins bereits mehrfach kundgetan: Kryptowährungen seien aus der Luft gegriffen und nicht wirklich mit Geld zu vergleichen.

Dabei ließ er sich auch nicht nehmen, den Status des US-Dollar als Weltwährung zu betonen. Doch wie weit Trumps Abneigung gegen Bitcoin & Co. geht, wird mit der Enthüllung durch John Boltons Buch ‚The Room Where It Happened: A White House Memoir‘ verdeutlicht. Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater veröffentlichte vor einigen Tagen das Buch, in dem er über sein Wirken während seiner Amtszeit unter Präsident Trump schreibt. Die deutsche Übersetzung erscheint voraussichtlich August 2020.

Gespräch zwischen Trump und Mnuchin über Krypto

Dem Washington Examiner lag bereits vor der Veröffentlichung ein Exemplar vor. Wie die Nachrichtenseite aus den Memoiren von Bolton wiedergibt, will dieser im Mai 2018 eine Unterhaltung zwischen dem US-Präsident und dessen Finanzminister mitbekommen haben, in der Kryptowährungen im Mittelpunkt standen.

Donald Trump habe Steven Mnuchin dazu aufgefordert, den Handel und Verkauf von Bitcoin einzuschränken. "Seien Sie kein Unterhändler," soll Trump gesagt und zur Bitcoin-Verfolgung aufgerufen haben. "Wenn Sie mich nicht im Handel haben wollen, gut, Ihr Wirtschaftsteam wird ausführen, was immer Sie wollen" heißt die angespannte Antwort des Finanzministers in ‚The Room Where It Happend‘.

Maßnahmen der Trump-Regierung zu Bitcoin & Co.

Dass diese Äußerungen nicht frei erfunden sein dürften, wird bei der Betrachtung bisheriger, das Krypto-Universum betreffender Ereignisse klar. Im vergangenen Jahr wetterte der US-Präsident immer wieder gegen digitale Währungen in zahlreichen Tweets.

Auch Mnuchin nahm diese Stimmung auf, beispielsweise in einem Gespräch mit CNBC im Jahr 2019. Hier zog er eine harte Linie: "Wir sehen uns alle Krypto-Aktiva an. Wir werden sicherstellen, dass wir einen einheitlichen Ansatz verfolgen, und ich vermute, dass es mehr Vorschriften geben wird, die von all diesen Behörden herauskommen werden." Und auch im Februar dieses Jahres gab es bereits entsprechende Äußerungen. Wie Forbes wiedergibt, erklärte der Finanzminister im Namen des Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), dass "bedeutende neue Anforderungen" für Anbieter von Kryptodienstleistungen eingeführt würden. Dabei wolle man zwar technologischen Fortschritt wahren, aber verhindern, dass sich Kryptowährungen zum modernen, digitalen Pendant der "alten Schweizer Geheimnummer-Bankkonten" mauserten.

Auch Facebooks Kryptowährung Libra hatte der US-Präsident bereits auf dem Kieker. Das soziale Netzwerk intendierte mit der hauseigene Währung, den internationalen Zahlungsverkehr zu vereinfachen. Genau das scheint dem US-Präsident ein Dorn im Auge zu sein, neben den Sorgen um einem digitalen Äquivalent zu Schweizer Bankkonten, denn dieser will den US-Dollar in seiner Vormachtstellung als Weltwährung in keinster Weise bedroht sehen, wie er 2019 klar machte.

Redaktion finanzen.at

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