Geändert am: 17.07.2019 22:02:43

US-Börsen gehen schwächer aus dem Handel -- ATX und DAX schließen leichter -- Börsen in Fernost beenden Handel im Minus

AUSTRIA

Am heimischen Aktienmarkt ging es am Mittwoch bergab.

Der ATX hatte bereits zum Erklingen der Startglocke etwas nachgegeben und hielt sich auch anschließend im Minus. Am Abend ging er dann 0,97 Prozent schwächer bei 2.976,92 Punkten aus dem Handel.

In Wien gestaltete sich die Meldungslage unverändert dünn. Im Verlauf tauchte der heimische Aktienmarkt etwas tiefer in den Minusbereich ab. Auch an den europäischen Leitbörsen überwogen die negativen Vorzeichen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt verbuchte Verluste.

Der DAX hatte den Mittwochshandel quasi unbewegt begonnen, ist dann ins Minus gerutscht und schloss 0,72 Prozent tiefer bei 12.429,87 Punkten.

Nach zwei Tagen mit Kursgewinnen gönnte sich der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte eine Pause. "Viele Akteure halten sich vor den Sitzungen der Notenbanken in den USA und der Eurozone in den kommenden beiden Wochen zurück", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einem Marktkommentar. Nach den jüngsten Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell und anderen Fed-Mitgliedern gilt eine Zinssenkung Ende Juli am Markt zwar als ausgemacht, fraglich bleibt aber, ob und inwieweit die US-Notenbanker noch nachlegen werden. Auch die Europäische Zentralbank hat bereits ihre Handlungsbereitschaft unterstrichen. Bis die Anleger auf die Frage der weiteren Geldpolitik Antworten erhalten, dominiert vorerst weiter die anlaufende Bilanzsaison das Börsengeschehen. Diese brachte mit Blick auf den Gesamtmarkt kaum frische Impulse. Hier gab es positive wie negative Überraschungen.

Dennoch mehren sich aus Deutschland die Gewinnwarnungen. In der vergangenen Woche hatten etwa der Chemiekonzern BASF und der Autobauer Daimler sich pessimistischer zur eigenen Geschäftsentwicklung geäußert. Nun warten Brenntag und Villeroy & Boch mit gesenkten Prognosen auf.

WALL STREET

Die Anleger an der Wall Street hielten sich am Mittwoch zurück.

Der Dow Jones beendete seine Rekordserie vorerst und ging mit einem Abschlag von 0,42 Prozent bei 27.219,92 Punkten aus dem Handel. Auch der NASDAQ Composite schloss am Mittwoch schwächer und verabschiedete sich mit einem Verlust von 0,46 Prozent bei 8.185,21 Zählern in den Feierabend.

Laut dem Marktanalysten Craig Erlam vom Handelshaus Oanda sind die Erwartungen der Anleger an die gerade angelaufene Berichtssaison der Unternehmen immer noch recht niedrig. Die Gewinne dürften wohl insgesamt zurückgehen. Dem Experten zufolge könnte dies aber die Notenbank veranlassen, die Geldpolitik etwas stärker zu lockern, was wiederum den Börsen Rückenwind verleihen würde. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank hatte dann aber keine großen Kursauswirkungen: Die Dynamik der US-Wirtschaft hat sich der Fed zufolge zuletzt wenig verändert. Insgesamt sei die Wirtschaft im Zeitraum von Mitte Mai bis Anfang Juli mit einem "gemäßigtem" Tempo gewachsen, hieß es.

Für einen leichten Dämpfer sorgten bereits aktuelle Konjunkturdaten. So hatte sich der US-Häusermarkt im Juni schlechter als erwartet entwickelt.

Auf Unternehmensebene präsentierte mit der Bank of America ein weiteres Finanzhaus frische Quartalszahlen. Am Donnerstag folgt noch Morgan Stanley. Überschattet werden die guten Zahlen der Branche von der Erwartung weiter sinkender Zinsen, die den Banken das traditionelle Geschäft erschweren.

ASIEN

An den Aktienmärkten in Fernost übernahmen am Mittwoch die Bären das Ruder.

In Japan verlor der Leitindex Nikkei zur Wochenmitte 0,31 Prozent auf 21.469,18 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite zu Handelsschluss 0,20 Prozent tiefer bei 2.931,69 Einheiten. Der Hang Seng musste letztendlich 0,09 Prozent auf 28.593,17 Zähler abgeben.

Die Aktienmärkte in Asien haben sich zur Wochenmitte mehrheitlich mit Abgaben gezeigt. Belastet hatten einmal mehr Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Handelskonflikt zwischen den USA und China. Von der Wall Street kamen zuletzt verhaltene Vorgaben. Die wichtigsten US-Indizes hatten aufgrund von Gewinnmitnahmen etwas nachgegeben.

Schien es am Vortag noch so, als ob Fortschritte in den zuletzt eher zäh verlaufenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China erzielt würden, hatte US-Präsident Donald Trump den aufkeimenden Hoffnungen wieder einen Dämpfer versetzt, indem er mit zusätzlichen Strafzöllen auf chinesische Waren drohte. "Er könne Strafzölle im Volumen von 325 Milliarden Dollar auf weitere chinesische Importe erheben, wenn er es wolle", so Trump. Laut dem Präsidenten ist es noch ein langer Weg zu einem Handelsabkommen mit Peking.

"Präsident Trumps erneute Drohung mit zusätzlichen Zöllen auf chinesische Waren hat Investoren veranlasst, sich auf einen eher schwachen Handel in Asien einzustellen und sich an den verhaltenen Vorgaben aus dem US-Handel zu orientieren.", so die ING-Ökonomen Nicholas Mapa und Prakash Sakpal. Derweil wurde vom US-Senat eine parteiübergreifende Gesetzesinitiative eingebracht, die es der US-Regierung erschwert, den chinesischen Technologiekonzern Huawei von einer schwarzen Liste ohne Zustimmung des Kongresses zu streichen. Die von der US-Regierung dem Konzern auferlegten Lieferrestriktionen hatten die Handelsgespräche zwischen Peking und Washington erheblich belastet. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump jedoch US-Unternehmen wieder erlaubt, Huawei zu beliefern, sofern die Produkte nicht die nationale Sicherheit der USA gefährdeten.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa

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