Geändert am: 20.01.2022 22:02:17

Verluste an den US-Börsen -- ATX schließt im Minus -- DAX beendet Sitzung stärker -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich in Grün

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag schwach.

Der ATX bewegte sich im Tagesverlauf klar in der Verlustzone. Am Abend ging es schlussendlich um 0,34 Prozent auf 3.966,44 Punkte abwärts.

Sorgen über die rasante Inflationsentwicklung dies- und jenseits des Atlantiks standen an den Finanzmärkten weiterhin im Fokus.

In Österreich waren die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr durchschnittlich um 2,8 Prozent gestiegen und damit doppelt so stark wie im den vergangenen zwei Jahren. Die Inflation war damit auf dem höchsten Wert seit zehn Jahren. Im Dezember war die Teuerungsrate mit 4,3 Prozent gleich hoch wie im November.

Trotz der zurzeit hohen Inflation in der Eurozone kommt eine rasche Zinswende für die EZB laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde nicht infrage. Die Europäische Zentralbank müsse geldpolitisch nicht so aggressiv vorgehen, wie es die US-Notenbank Fed voraussichtlich tun werde, sagte Lagarde im Radio. "Der Zyklus der wirtschaftlichen Erholung in den USA ist dem in Europa voraus", sagte die Französin.

Am heimischen Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage auf Unternehmensebene sehr dünn.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt tendierte am Donnerstag letztendlich aufwärts.

Der DAX eröffnete die Sitzung etwas höher und bewegte sich nach einem Ausflug an die Nulllinie dann auf grünem Terrain. Am Abend stand bei 15.912,33 Punkten noch ein Plus von 0,65 Prozent an der Kurstafel.

Laut dem Marktbeobachter Michael Hewson vom Broker CMC Markets folgten die Europa-Börsen mit dem zunächst soliden Start eher der robusten Tendenz an den Handelsplätzen in Asien als der Schwäche an den US-Börsen vom Vorabend. Dabei machte er geldpolitische Maßnahmen Chinas als Stütze aus. Allerdings blieben die Anleger in Frankfurt in Alarmbereitschaft, weil der Gesamtmarkt neuerdings wegen hochkochender Zinssorgen einen angeschlagenen Eindruck machte.

"Der DAX hat wie auch andere globale Indizes seit dem Jahreswechsel Terrain eingebüßt", kommentierte die Helaba am Morgen. "Ungeachtet des gestrigen Anstieges hat sich das charttechnische Bild eingetrübt", fügten sie hinzu. Erneute Tests von mittelfristig bedeutenden Indikatoren schienen möglich. Dabei nannten sie unter anderem den aktuell bei 15.677 Punkten verlaufenden 100-Tage-Durchschnitt, unter den der Leitindex am Vortag zeitweise abgerutscht war.

WALL STREET

An den US-Börsen ging es am Donnerstag abwärts.

Der Dow Jones legte im Handelsverlauf zunächst zu, gab seine Gewinne am Abend aber ab und rutschte auf rotes Terrain. Mit einem Abschlag von 0,90 Prozent ging das Börsenbarometer bei 34.713,35 Punkten aus dem Handel. Der Techwerteindex NASDAQ Composite konnte die Gewinnzone im späten Verlauf ebenfalls nicht mehr verteidigen und verzeichnete schlussendlich einen Verlust von 1,30 Prozent auf 14.154,02 Zähler.

Weiterhin drückte die Sorge vor einer schnelleren als bislang erwarteten geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank auf das Sentiment. Daher richteten sich die Blicke auf das Treffen der Fed in der kommenden Woche. Hier hofft man auf Hinweise, mit welchem Tempo die Notenbanker die geldpolitischen Zügel anziehen wollen, um die steigende Inflation einzudämmen. Mittlerweile geht der Markt mehrheitlich von vier Zinserhöhungen in diesem Jahr aus, beginnend im März.

Ein gemischtes Bild lieferten die vorbörslich veröffentlichten US-Konjunkturdaten. So fiel der Philadelphia-Fed-Index für Januar besser aus als erwartet. Dagegen erhöhte sich die Zahl der wöchentlichen Erstanträge, wogegen Ökonomen mit einem Rückgang gerechnet hatten. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn folgt dann noch der Verkauf bestehender Häuser aus dem Dezember. Travelers und American Airlines überzeugen mit Quartalszahlen

Daneben gab vor allem die Fahrt aufnehmende Berichtssaison den Takt vor. Vor Handelsbeginn legten unter anderem American Airlines und Travelers ihre Ergebnisse für das vierte Quartal vor, nach der Schlussglocke veröffentlicht Netflix die Zahlen für das Schlussquartal 2021.

ASIEN

An den asiatischen Aktienmärkten dominierten am Donnerstag die positiven Vorzeichen.

Der japanische Leitindex Nikkei notierte letztlich 1,11 Prozent höher bei 27.772,93 Punkten.

Der Shanghai Composite gab derweil um 0,09 Prozent auf 3.555,06 Zähler nach. In Hongkong ging es für den Hang Seng um 3,42 Prozent auf 24.952,35 Einheiten hoch.

Die negativen Vorgaben der US-Aktienmärkte wurden ignoriert bzw. überlagert davon, dass die chinesische Zentralbank ihren Referenzzins für Hypothekendarlehen gesenkt hat. Erst zu Beginn der Woche hatte die People's Bank of China (PBoC) zwei anderen Referenzzinssätze gesenkt. Zur positiven Stimmung trugen auch Daten zu den japanischen Exporten bei. Diese sind im Dezember stärker gestiegen als erwartet.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX

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DAX 13 981,91 0,72%
TecDAX 3 073,26 0,90%
Dow Jones 31 261,90 0,03%
NASDAQ Comp. 11 354,62 -0,30%
NASDAQ 100 11 835,62 -0,34%
NIKKEI 225 26 739,03 1,27%
Hang Seng 20 717,24 2,96%
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