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Geändert am: 28.01.2025 22:01:58

ATX schließt nach DeepSeek-Schock tiefer -- Gewinne an den US-Börsen -- DAX beendet Handel mit Gewinnen -- Japan-Börse unter Druck - Handelspause in Shanghai

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich am Dienstag erneut leicht im Minus.

Der ATX startete höher und blieb zunächst in der Gewinnzone. Am späten Nachmittag fiel er jedoch unterhalb die Nulllinie. Schlussendlich notierte er 0,74 Prozent tiefer bei 3.795,03 Zählern.

Die Wiener Börse hatte sich am Dienstag zu Mittag zunächst mit gut behaupteter Tendenz präsentiert. Vor allem die getrübte Stimmung im Techsektor, nachdem es in China neue Nachrichten über Konkurrenz für die KI-Unternehmen gab, hatte zu Wochenbeginn auf die Kurse gedrückt.

Etwas gebremst wurde der ATX dann von schwächer tendierenden Bankwerten. Die BAWAG Group hatte die Mandate ihrer sechs Vorstände bis Ende 2029 verlängert.

Datenseitig stand heute Vormittag der ECB Bank Lending Survey (BLS) im Kalender. Geldhäuser im Euroraum haben laut der Umfrage der EZB ihre Vergabestandards für Kredite an Unternehmen im Zuge der anhaltenden Konjunkturschwäche verschärft. Im Schlussquartal 2024 zogen sie bei ihren Richtlinien für Darlehen an Firmen die Zügel an, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt leitete am Dienstag einen Erholungskurs ein.

Der DAX startete mit einem Plus in den Handel und blieb auch im weiteren Verlauf in der Gewinnzone. Er schloss 0,70 Prozent höher bei 21.430,58 Punkten.

Nach den Kursturbulenzen zu Wochenbeginn hatte der DAX am Dienstag weiter Boden gut gemacht. Ein regelrechtes KI-Gewitter, ausgelöst durch Sorgen vor chinesischer Konkurrenz durch das neueste KI-Modell des Start-up DeepSeek, hatte den europäischen Aktienmarkt am Montag zunächst fest im Griff gehabt und insbesondere Techtitel belastet. Auslöser des Gewitters war die Erkenntnis, dass Software mit Künstlicher Intelligenz (KI) möglicherweise mit viel weniger Rechenleistung trainiert werden kann als man bisher dachte. Der Experte Sandeep Deshpande erinnerte mit Blick auf europäische Halbleiterwerte und DeepSeek-Auswirkungen an das alte Paradigma, dass Kostensenkungen im Technologiebereich stets zu Marktwachstum führten. Dies werde in diesem Fall mittel- bis langfristig nicht anders sein.

Am deutschen Markt nimmt zudem die Berichtssaison der Unternehmen Fahrt auf. So vermeldete der Energietechnikkonzern Siemens Energy Versöhnliches. Das Unternehmen war robust in das neue Geschäftsjahr gestartet und hat besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Bei Anlegern sorgten die Neuigkeiten für ein wenig Erleichterung. Europas größter Softwarehersteller SAP profitierte auch im Schlussquartal vom Umstieg seiner Kunden auf Cloudsoftware.

WALL STREET

Die US-Aktienmärkte versuchten sich am Dienstag erfolgreich an einer Stabilisierung.

Der Dow Jones schloss 0,31 Prozent höher bei 44.850,16 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite gewann daneben 2,03 Prozent auf 19.733,59 Zähler.

Am Markt waren am Vortag Sorgen wegen hoher Bewertungen in der US-Technologiebranche aufgekommen. Ausgelöst wurden sie von einer Debatte um das chinesische KI-Start-up DeepSeek. Dessen neuestes KI-Modell soll kosteneffizient sein und womöglich mit weniger starken Chips für Künstliche Intelligenz (KI) auskommen als die grossen Modelle der etablierten US-Anbieter.

Das neue Open-Source-Modell von DeepSeek habe die KI-Geschichte neu aufgerollt und stelle die Vorherrschaft der führenden KI-Unternehmen in den USA infrage, schrieb Barclays-Stratege Stefano Pascale. Und das in einer Woche, wo wichtige Unternehmen wie etwa die Facebook- und Instamutter Meta, der E-Autobauer Tesla oder auch der iPhone-Hersteller Apple Zahlen vorlegen und Ausblicke bekannt geben werden.

Angesichts dieser Thematik sei die Zinsentscheidung der US-Notenbank an diesem Mittwoch in den Hintergrund gerückt, hiess es am Markt. Die Anleger schienen sich damit abzufinden, dass die Fed die Zinsen dieses Mal wohl nicht senken werde. Allerdings dürfte die Inflationsentwicklung im Fokus bleiben und so auch die Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell zu diesem Thema. Das Thema Zölle auf Importe in die USA bleibe zudem ebenfalls ein im Hintergrund schwelendes Thema, das jederzeit wieder in den Fokus rücken könnte.

ASIEN

Die Märkte in Asien zeigten sich am Dienstag teilweise von den schwachen US-Techbörsen belastet.

In Tokio rutschte der Nikkei 225 um 1,39 Prozent ab und schloss bei 39.016,87 Punkten ab.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite am Vortag 0,06 Prozent auf 3.250,60 Zähler. Am Dienstag pausierte hier der Handel wegen der Neujahrsfeierlichkeiten.

Etwas stärker zeigte sich hingegen erneut der Markt in Hongkong. In einem verkürzten Handel schloss der Hang Seng zuletzt 0,14 Prozent im Plus bei 20.225,11 Zählern.

In Japan belasteten die schwachen US-Techtitel, die nach dem von den Schlagzeilen um DeepSeek dominierten Wochenauftakt insbesondere im KI-Segment teils deutlich Federn lassen mussten. Der durch DeepSeek ausgelöste Kurssturz spiegele nicht per se Pessimismus über die Wachstumsaussichten von KI wider, sondern Panik über Fehlallokationen, erklärt Marktexperte Vishnu Varathan von Mizuho Securities. "Mit anderen Worten: eine Wette auf das falsche Pferd. Wenn sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis von DeepSeek bewahrheitet, könnte dies ein bedeutender technologischer Sprung sein."

An anderer Stelle heißt es, DeepSeek biete die Möglichkeit, bei sehr gut gelaufenen Halbleiteraktien Gewinne mitzunehmen. Das neueste KI-Modell von DeepSeek zeige, dass es für Unternehmen möglich sei, mit weniger leistungsstarken Chips ebenso leistungsstarke KI-Modelle zu erstellen, was wiederum die Dringlichkeit für Unternehmen verringere, fortschrittliche KI-Chips zu produzieren.

Am japanischen Anleihemarkt sinken die Renditen, obwohl die Notenbank des Landes am Freitag die Zinsen erhöhte und im Jahresverlauf weitere Zinserhöhungen folgen dürften. Händler sprechen angesichts des DeepSeek-Schrecks an den Börsen davon, dass einige Akteure zunächst sicheren Häfen wie Anleihen den Vorzug gäben.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Weizenpreis 221,00 -0,50 -0,23
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