"Buy"-Rating 22.03.2019 22:48:00

Die Lyft-Aktie ist noch nicht an der Börse - ein Analyst stuft sie trotzdem ein

Die Lyft-Aktie ist noch nicht an der Börse - ein Analyst stuft sie trotzdem ein

Zwei Milliarden Dollar will der Uber-Konkurrent Lyft bei seinem anstehenden Börsengang einnehmen. Dafür sollen 30,8 Millionen Aktien unters Volk gebracht werden - zu einem Preis zwischen 62 und 68 US-Dollar. Weitere 4,6 Millionen Aktien sollen im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption zur Verfügung stehen. Und schon jetzt zeigt sich ein Analyst so von den Aussichten für die Aktie überzeugt, dass er den noch nicht gestarteten Anteilsschein zum Kauf empfiehlt.

"Buy"-Rating und Kursziel vergeben

Tom White, Senior Research Analyst bei D.A. Davidson, hat die Beobachtung der Lyft-Aktie mit einem "Buy"-Rating begonnen. Und auch ein Kursziel hat der Experte bereits vergeben - Tage bevor ein offizieller Erstkurs festgestellt werden konnte. 75 US-Dollar hat White als Aktienpreis ausgegeben - damit wettet der Analyst auf einen erfolgreichen Börsenstart, liegt sein Kursziel doch um zehn Prozent über dem maximalen Ausgabepreis der Anteile.

Zuversicht trotz Uber-Konkurrenz

Als Begründung für seine optimistische Einschätzung der Aktienkursentwicklung führt White die jüngsten Erfolge von Lyft ins Feld. Das Startup habe es geschafft, sich in den letzten Jahren von der Dominanz des Konkurrenten Uber zu erholen und habe seinen Marktanteil in den vergangenen zwei Jahren von 22 auf 39 Prozent ausgebaut. Zwar räumt der Experte ein, dass Lyft insbesondere auch von Problemen des Hauptkonkurrenten profitieren konnte, allerdings habe der Börsenaspirant auch eigene Verdienste zu feiern: "Lyft maximiert seine Vorteile durch eine aggressive Differenzierung seiner Marke und Mission hinsichtlich sozialer Werte und unternehmerischer Verantwortung", zitiert CNBC den Analysten.

Bullish für den gesamten Markt

Dabei zeigt sich White auch für den gesamten Personenförderungsmarkt optimistisch, immerhin würden US-Kunden jährlich in diesem Segment bereits 1,2 Milliarden US-Dollar ausgeben. "On-Demand-Services haben bereits andere traditionell eigentümerbasierte Industrien wie Entertainment und Computing zerstört", schreibt er in einer Mitteilung an Kunden. Dies wird sich seiner Einschätzung nach auch im Markt für Personenbeförderung fortsetzen: Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen und die Kosten für den Besitz eines eigenen Fahrzeuges weiter steigen, werde die Akzeptanz von "Transport als Service"-Modellen in den kommenden Jahren weiter anziehen, so der Experte.

Probleme könne es für Lyft aber bei der Margenfrage geben, räumt White ein, zudem werde sich das Unternehmen mit der aufkommenden Technologie des autonomen Fahrens klar positionieren müssen. Ein eigenes autonomes Fahrsystem an den Start zu bringen, traut der Analyst dem Börsenaspiranten nicht zu und verwies dabei insbesondere auf den verspäteten Start des Unternehmens in diesem Segment. Sein Rat: Lyft solle sich einen langfristigen Partner suchen.

Uber-IPO steht ebenfalls noch an

Zumindest in Sachen IPO hat Lyft dem Marktführer Uber den Rang abgelaufen, denn das Lyft-Listing an der Nasdaq steht für Ende März an. Konkurrent Uber hingegen hat noch keinen konkreten Zeitplan für seinen geplanten Börsengang verlauten lassen. Zwar soll Uber bereits einen vertraulichen Antrag für einen Börsengang eingereicht haben, Gerüchte um ein IPO im ersten Quartal 2019 haben sich aber bislang nicht bewahrheitet. In Sachen Bewertung hat hingegen wieder der Marktführer die Nase vorn: Während Lyft bei seinem IPO mit 20 Milliarden Dollar bewertet wird, stellen Banken für Uber Medienberichten zufolge eine Gesamtbewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht.

Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: Tero Vesalainen / Shutterstock.com

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