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Fehler bei Aktienkäufen 19.02.2021 23:52:00

GameStop-Aktie & Co: Börsenwissenschaftler warnen vor Verwechslungsgefahr beim Aktienkauf

GameStop-Aktie & Co: Börsenwissenschaftler warnen vor Verwechslungsgefahr beim Aktienkauf

• Bei Aktienkäufen kommt es immer häufiger zu Verwechslungen
• "Ticker Tape Confusion" und Fehler bei Unternehmensnamen
• Nicht nur Anfänger und Privatanleger betroffen


Der Handelsrausch um GameStop & Co habe laut den Börsenwissenschaftlern Vadim Balashov und Andrei Nikiforov dazu geführt, dass viele unerfahrene Anleger aufgrund von "Ticker Tape Confusion" oder Fehlern bei den Firmennamen die falschen Aktien gekauft haben. "Wir dokumentieren, dass für mehr als die Hälfte der öffentlich gehandelten Aktien ein Unternehmen mit einem ähnlichen Namen oder Ticker-Symbol zu finden ist. In den meisten Fällen gab es in den jüngsten Kontroversen Aktien mit ähnlichen oder verwechselbaren Namen", gibt "BBC" Vadim Balashov von der Rutgers University wieder.

Hier kam es bereits zu Verwechslungen

Ein Beispiel für einen solchen Fehlkauf ist das australische Bergbauunternehmen GME Resources mit dem Ticker-Symbol GME, das in Sydney notiert ist. Dieses hat neben GameStop, das an der NYSE mit dem Ticker-Symbol GME notiert ist, während des Kaufrauschs durch WallStreetBets einen Anstieg bei den Trades verzeichnet.

Ebenfalls zu einer Verwechslung kam es im Januar, als Elon Musk via Twitter zur Nutzung der Messaging-App Signal, die in Konkurrenz zu WhatsApp steht, aufrief. Daraufhin schossen Signal Advance-Aktien innerhalb weniger Tage um mehr als 1.500 Prozent in die Höhe. Doch die Signal Advance-Aktie hat nichts mit der Messaging-App Signal zu tun, die zu einem privaten Unternehmen gehört, das nicht an der Börse notiert ist.

Eine Verwechslung gab es auch bei der neuen Audio-Chat-App Clubhouse, die derzeit im Trend liegt. Nachdem Tesla-CEO Elon Musk etwas zur Verwendung von Clubhouse twitterte, zogen die Aktien des Unternehmens Clubhouse Media Group zeitweise kräftig an. Auch hier gibt es keine Verbindung zwischen der Audio-Chat-App, die zu einem privaten Unternehmen gehört, und dem Medienunternehmen Clubhouse Media Group, das an der Börse gelistet ist.

Im vergangenen Jahr sei es, wie "BBC" berichtet, sogar zu einer Verwechslung mit US-Elektroautobauer Tesla gekommen. So hätten einige Investoren Tesla, mit dem Ticker-Symbol TSLA, mit dem ebenfalls an der technologielastigen Börse NASDAQ notierten Biotechnologie-Unternehmen Tiziana Life Sciences, mit dem Ticker-Symbol TLSA, verwechselt.

Nicht nur Anfänger und Privatanleger betroffen

Vadim Balashov und Andrei Nikiforov von der Rutgers University veröffentlichten "BBC" zufolge 2019 eine Abhandlung, nachdem sie die amerikanischen Börsendaten von 1993 bis 2013 analysiert hatten. Bei den Geschäften, die die beiden analysierten, seien etwa 5 Prozent des jährlichen Handelsvolumens der fälschlicherweise gekauften Unternehmen auf Verwechslungen zurückzuführen. Nach ihren Schätzungen haben Anleger rund 66 Millionen Dollar an Transaktionskosten durch solche fehlerhaften Geschäfte verloren. Dabei dokumentierten die Experten, dass "sowohl Privatanleger als auch institutionelle Anleger gleichermaßen anfällig für Trades aus Versehen sind. Sie werden überrascht sein, wie oft anspruchsvolle und erfahrene Anleger denselben Fehler machen", zitiert "BBC" Balashov.

Derzeit arbeiten die Autoren an einer Folge-Abhandlung, die zeigen soll, "dass der Handel aufgrund von Verwechslungen ein weitaus häufigeres Phänomen ist als bisher angenommen". Dabei sehen die Experten "das Aufkommen des Internets, des algorithmischen Handels und des Hochfrequenzhandels" als zweischneidiges Schwert. Zwar dürfte der einfache Zugang zu Informationen die Wahrscheinlichkeit von falschen Trades verringern und "algorithmischer Handel und Maschinenhandel [sollten] solche Fehler minimieren. Wir sehen jedoch, dass sogar Maschinen Fehler machen, wenn sie Unternehmen anhand ihres Namens oder Tickers identifizieren."

Balashov und Nikiforov fordern daher Broker auf, "einfache technische Lösungen zu implementieren, die der Verwendung einer Rechtschreibprüfung ähneln, um in den Bestellprozess einzugreifen", sollte ein Händler ein Ticker-Symbol aus der Liste der Aktienpaare, bei denen es leicht zu Verwechslungen kommen kann, eingeben. Und natürlich sollten auch Investoren selbst ihre Order besser noch einmal überprüfen, bevor sie ihren Kauf tätigen.

Redaktion finanzen.at

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