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"Wunderbare Revolution" 10.05.2020 16:42:00

Hedgefonds-Manager Ray Dalio: Corona-Krise ebnet Weg für großen gesellschaftlichen Fortschritt

Hedgefonds-Manager Ray Dalio: Corona-Krise ebnet Weg für großen gesellschaftlichen Fortschritt

• Abschwung wird "relativ kurz" aber schmerzhaft
• Die Gesellschaft wird sich "umstrukturieren" und…
• …befindet sich inmitten einer technologischen Revolution

Zwar hat der milliardenschwere Hedgefonds-Manager Ray Dalio in einem Interview mit der Financial Times unlängst zugegeben, dass er und sein Team von der Corona-Pandemie auf dem falschen Fuß erwischt wurden. "Wir sind enttäuscht, weil wir Geld hätten verdienen müssen, statt Geld zu verlieren", so Dalio. Dennoch kann der Multimilliardär der globalen Virus-Krise etwas Gutes abgewinnen. So geht Dalio davon aus, dass die gegenwärtigen Herausforderungen einen Wendepunkt in der Geschichte darstellen, die den Weg für einen großen gesellschaftlichen Fortschritt ebnen könnten.

Der Abschwung wird "relativ kurz" sein

In einem Live-Interview mit LinkedIn bedauerte der Gründer von Bridgewater Associates das menschliche Leid, das aufgrund des Coronavirus, welches mittlerweile weltweit mehrere Millionen Menschen infiziert hat, entstanden ist und die mit dem Virus einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen für jeden Einzelnen.

Trotz dieser bedauerlichen Auswirkungen äußerte sich Dalio sehr optimistisch und sagte, dass die finanziellen Schäden der gegenwärtigen Krise in einem breiten historischen Kontext betrachtet werden sollten. Dabei verglich der Milliardär die aktuelle Pandemie mit historischen Perioden, die ebenfalls mit wirtschaftlicher Not einhergingen - wie zum Beispiel die Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 - und sagte, dass der derzeitige Abschwung, so schmerzhaft er auch sein möge, nur "relativ kurz" sei.

Dalio glaubt an umfassende "Umstrukturierung"

Was Dalio in diesem Zusammenhang besonderes optimistisch stimmt, ist eine denkbare globale "Umstrukturierung", die durch die gegenwärtige Krise ermöglicht werden könnte. Der Hedgefonds-Manager geht dabei davon aus, dass eine derartige Umstrukturierung zwischen drei und fünf Jahren andauern könnte. "Ich weiß, dass das eine lange Zeit ist, aber es ist nicht für immer. […] Die menschliche Fähigkeit, sich anzupassen, zu erfinden und [gestärkt] daraus hervorzugehen, ist viel größer", sagte Dalio, in Bezug auf die seiner Meinung nach anstehende "Umstrukturierung" der Gesellschaft, dem Chefredakteur von LinkedIn.

Aufgrund von umfassenden Beobachtungen von Historikern und Ökonomen glaubt Dalio, dass wir uns derzeit inmitten einer technologischen Revolution befänden, die der Menschheit extreme Fortschritte im Bereich der Digitalisierung, der Daten und des menschlichen Denkens bescheren werde. Dalio fuhr fort und sagte, dass die Weltbevölkerung über diese Phase "sehr begeistert" sein sollte.

"Wir befinden uns jetzt in einer wunderbaren Revolution"

In Anlehnung an die bevorstehende technologische Revolution sagte Dalio im Interview weiter: "Ich denke, wir sollten uns sehr auf die neue Zukunft freuen. […] Wir befinden uns jetzt in einer wunderbaren Revolution, was die Fähigkeit zu denken betrifft und dies in gewisser Weise zu nutzen. Ich würde sagen, dass ist das absolut wertvollste Gut der Zukunft".

Des Weiteren gab Dalio in seinem Interview einen Tipp, wie jeder Einzelne in dieser neuen Umgebung weiterhin erfolgreich sein kann und sagte, dass man sich darauf konzentrieren soll, seine logische und kreative Denkfähigkeit zu verstehen und zu verbessern. "Ich würde sagen, dass das Verständnis für die eigene Denkfähigkeit oder die Verwendung digitaler Unterstützungsmechanismen zum Denken die nützlichsten Fähigkeiten sind", so der Unternehmer gegenüber dem LinkedIn Chefredakteur.

"Die Fähigkeit, dies zu tun, also auf digitale Weise zu interagieren und diese Art des Denkens zu unterstützen - entweder als effektiver Benutzer oder als effektiver Erbauer- ich denke, das wird wichtig sein", so der Hedgefonds-Manager weiter.

Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: Anja Niedringhaus/AP,Michel Euler/AP,CNBC/Getty Images

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