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Online-Zahlungsdienstleister 31.07.2019 21:44:00

Wächst der Druck auf Wirecard? Auf diesen Konkurrent setzt die UBS

Wächst der Druck auf Wirecard? Auf diesen Konkurrent setzt die UBS

• Adyen hat in diesem Jahr schon 50 Prozent an Wert hinzugewonnen
• Schweizer Analysten von der UBS taxieren das Kursziel auf 850 Euro
• Keine Angst vor Konkurrenz, der Markt ist groß genug

Die Rede ist vom niederländischen Zahlungsdienstleister Adyen mit Sitz in Amsterdam. Zum Handelsschluss am Freitag stand die Aktie der Niederländer an der Amsterdamer Börse bei 711,80 (25. Juni 703 Euro). Auf Jahressicht konnte der Dienstleister bereits beinahe 50 Prozent an Wert gewinnen. Die Schweizer UBS-Gruppe geht davon aus, dass die Adyen-Aktie noch viel höher steigen könnte: Als Kursziel verpasst sie den Holländern ein Preisschild bei 850 Euro, was einen weiteren Preisanstieg von rund 20 Prozent bedeuten würde.

Adyen performt deutlich besser als Wirecard

In der Performance schlägt Adyen, die ihr Börsendebut erst im Juni letzten Jahres hatten, den deutschen Konkurrenten Wirecard bereits jetzt um Längen. Denn die Wirecard-Aktie konnte auf Jahressicht nur knappe 15 Prozent an Wert gewinnen, derzeit steht sie bei etwa 150 Euro (25. Juli).

Es bleibt allerdings zu bedenken, dass es Wirecard in diesem Jahr auch alles andere als leicht hatte und eine rege Berg- und Talfahrt hinter sich hat. Nachdem das britische Blatt Financial Times (FT) Ende Januar von angeblichen Geldwäschevorwürfen und Vertragsfälschungen berichtete, brachen die Papiere ordentlich ein, Shortseller machten sich die Lage zunutze. Es folgte ein Schlagabtausch zwischen Wirecard und FT, der auch heute noch nicht komplett zu Ende ist. Derzeit untersucht die FT eine mögliche Zusammenarbeit zwischen ihren eigenen Redakteuren und Shortsellern. Dass der DAX-Wert unter den Vorwürfen und der medialen Aufmerksamkeit litt, ist klar.

Adyen agiert im Stillen

Um Adyen hingegen ist es erstaunlich ruhig. Es gibt wenig Medienberichte über das von Pieter van der Does und Arnout Schuijff gegründete Unternehmen. Die Holländer scheinen eher im Stillen zu agieren und das erstaunlich gut. Als Kunden geben sie auf ihrer Website unter anderem Flixbus, Delivery Hero, Spotify, L’Oréal und Mango an, auch eBay, Uber, Booking.com und Rituals zählen unter anderem zu ihren Abnehmern.

Wirecard hingegen hat den Vorteil, von vielen zahlungskräftigen und bekannten Partnern wie beispielsweise Visa, maestro, ApplePay, American Express oder Google Pay unterstützt zu werden. In einem Interview mit dem Manager Magazin vom letzten Jahr zeigte sich Adyen-Gründer von der Does in Bezug auf die Konkurrenz allerdings relativ entspannt. Auf die Frage, ob er sich nicht vor Rivalen mit großer Kundenbase fürchte, wie beispielsweise Amazon, antwortete der Niederländer: "Es wird immer Marktvolumen geben, das für uns nicht zugänglich sein wird. Besorgt mich das? Nein. Der Markt ist so riesig, dass das kein Problem ist".

Ob die Niederländer das Wahnsinns-Kursziel der UBS-Analysten erreichen werden, bleibt abzuwarten. Am 22. August legen sie ihre Zahlen für das zweite Quartal vor. Anleger dürfen gespannt sein, wie das Unternehmen sich geschlagen hat.

Redaktion finanzen.at

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