Der nunmehr umstrukturierte Immobilienentwickler Wienwert AG will sich heuer weiteres Geld vom Kapitalmarkt holen. "Wir werden voraussichtlich noch im ersten Halbjahr mit einer börsennotierten Unternehmensanleihe mit einer Stückelung von 1.000 Euro an den Markt gehen", kündigte Neo-Vorstandschef Stefan Gruze heute, Mittwoch, vor Journalisten in Wien an.

Der Bond soll ein Volumen von 10 bis 15 Mio. Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Da die Anleihe aber börsennotiert sein werde, könne man sie auch kürzer behalten. Die Verzinsung dürfte - wie zuletzt marktüblich - mindestens 5 Prozent betragen.

"Die Wienwert hat immer projektbezogen Anleihen emittiert und wir haben mit 70 Prozent einen sehr hohen Grad der Wiederveranlagung bei unseren Investoren", bewarb Gruze das Finanzprodukt.

Bisher hatte das Unternehmen nur privat platzierte Anleihen mit einer Stückelung von 100.000 Euro angeboten - beim nächsten Bond kann man ab 1.000 Euro einsteigen.

Einen geringen Teil des Anleihevolumens will die Wienwert laut Gruze für die eigene Refinanzierung verwenden, den größeren Teil für den Ankauf von Grundstücken.

In den vergangenen Jahren hat Wienwert dem neuen Chef zufolge sechs Unternehmensanleihen mit einem Volumen von insgesamt rund 19 Mio. Euro vollständig zurückbezahlt, die jüngste davon - 1 Mio. Euro schwer - per 1. April. Derzeit habe der Bauträger noch 18 Bonds mit einem Gesamtvolumen von 30 Mio. Euro ausständig. "Wir sind nicht die Einzigen, die sich Geld bei Investoren leihen, das ist in der Branche üblich", betonte Gruze.

(Schluss) kre/ggr

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