Kryptomarkt im Blick 04.07.2024 12:11:00

Mt.Gox-Fall wirbelt Kryptomarkt durcheinander: Bitcoin sinkt weiter deutlich

Mt.Gox-Fall wirbelt Kryptomarkt durcheinander: Bitcoin sinkt weiter deutlich

• Bitcoin fällt in Richtung 58.000 US-Dollar
• Unsicherheit über Mt.Gox-Auszahlungen belastet
• Weitere Belastungsfaktoren für den Kryptomarkt

Nachdem die älteste Kryptowährung Bitcoin bereits am Vortag unter die 60.000-Dollar-Marke gefallen war, geht der Preisrutsch auch am Donnerstag weiter.

Befürchteter Verkaufsdruck durch Mt.Gox lässt Anleger vorsichtig werden

Dabei belastet insbesondere die Unsicherheit über die konkreten Folgen der für Anfang Juli angekündigten Rückzahlungen an Gläubiger der vor zehn Jahren insolvent gegangenen Kryptobörse Mt.Gox. Der ehemals größte Bitcoin-Umschlagsplatz wurde vor rund einer Dekade gehackt, bei dem Angriff wurden rund 850.000 Bitcoins gestohlen. Ein Teil dieser Coins tauchte später wieder auf und eben dieser Teil soll von Seiten der Insolvenzverwalter nun - zehn Jahre später - an die Gläubiger von Mt.Gox zurückgezahlt werden.

Kommt eine solche Menge Bitcoin in kurzer Zeit auf den Markt, sorgt dies für Kursturbulenzen, insbesondere dann, wenn die Gläubiger ihre Cyberdevisen, die in den letzten zehn Jahren massiv an Wert gewonnen haben, direkt wieder verkaufen. Unklar ist allerdings, ob die Auszahlungen bereits begonnen haben und der Bitcoin-Preis deshalb kräftig absackt, oder ob Anleger angesichts der Unsicherheit über den konkreten Start und die konkrete Menge der Bitcoin-Rückgaben vorsorglich ihrerseits ihre Einlagen abziehen.

Zusätzliche Belastungsfaktoren

Dass neben dem Bitcoin auch der breite Kryptomarkt nachgibt und ebenso Kryptowährungen wie Ether an Wert verlieren, spricht eher dafür, dass die Kryptocommunity Vorsicht walten lässt.

Dabei belastet auch die zuletzt schwächere Nachfrage nach börsengehandelten Bitcoin-Fonds, die erst zum Jahresstart von der SEC zugelassen wurden und zunächst kräftigen Zulauf erfahren hatten.

Auch die Geopolitik lastet auf dem Kryptomarkt, ebenso wie die Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank, die bislang - anders als etwa die EZB oder die SNB - keine Leitzinssenkungen vorgenommen hat. In Zeiten hoher Zinsen positionieren sich Anleger üblicherweise stärker fernab riskanter Anlagen.

Michael Saylor bleibt optimistisch

Auch der CEO von MicroStrategy, einem der größten Bitcoin-HODLER weltweit, kann den Ausverkauf nicht stoppen. Dabei hatte der Top-Manager auf seinem X-Account mit zwei kleinen Worten für Beruhigung am Markt sorgen wollen. "Nur Bitcoin", schrieb Saylor am Vortag und unterstrich damit seine anhaltend positive Haltung zur weltgrößten Kryptowährung.

Dennoch verliert der Bitcoin weiter, in der Spitze ging es am Donnertag fast bis auf 57.000 Dollar nach unten, zuletzt notierte die Cyberdevise bei Coinmarketcap noch bei 57.430 US-Dollar.



Redaktion finanzen.at

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