Goldpreis im Fokus 06.10.2018 15:16:55

COT-Report: Gold - extrem miserable Stimmung unter Großspekulanten

COT-Report: Gold - extrem miserable Stimmung unter Großspekulanten

von Jörg Bernhard

Beim allgemeinen Interesse an Gold-Futures hat sich in der Woche zum 2. Oktober wenig getan. Mit dem Open Interest (Anzahl offener Kontrakte) ging es von 460.469 auf 459.776 Futures (-0,2 Prozent) lediglich leicht bergab. Bei der kumulierten Netto-Short-Position (pessimistische Markterwartung) großer und kleiner Terminspekulanten war eine erneute Eintrübung registriert worden. Innerhalb einer Woche dehnte sich diese von minus 7.080 auf minus 8.875 Kontrakte aus. Wieder einmal waren dabei Großspekulanten (Non-Commercials) die treibende Kraft. Sie haben bei nahezu unveränderter Long-Seite ihr Short-Engagement kräftig ausgebaut. Deshalb weitete sich die Netto-Short-Position von minus 17.648 auf minus 21.822 Futures deutlich aus. Kleinspekulanten (Non-Reportables) sind hingegen zum vierten Mal in Folge zuversichtlicher geworden, was sich an der von 10.568 auf 12.947 Kontrakte gestiegenen Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) ablesen lässt. Nun darf man gespannt sein, wer derzeit das richtige Marktgespür hat, große Terminmarktprofis oder Kleinspekulanten.

Gold: Marke von 1.200 Dollar bleibt umkämpft

Obwohl die Sorgen um Italiens Staatsfinanzen wieder spürbar nachgelassen haben und die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen im Wochenverlauf über 3,2 Prozent geklettert ist, blieb an den Goldmärkten nennenswerter Verkaufsdruck bislang aus. Die Rückkehr über die Marke von 1.200 Dollar kann man fast schon als Indiz für ein gewisses Maß an relativer Stärke attestieren. Sollte der Verkaufsdruck an den Anleihemärkten und der damit verbundene Zinsanstieg auf die Aktienmärkte überschwappen, könnte der Krisenschutz Gold davon profitieren. Zur Wochenmitte warnte der Internationale Währungsfonds vor Risiken für die Stabilität der globalen Finanzsysteme. Als problematisch stuften dessen Analysten vor allem das gestiegene Niveau der Staatsschulden sowie die Einbußen in der Wachstumskraft und der Produktivität ein.


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