Goldpreis im Fokus 13.01.2018 15:13:52

COT-Report: Gold - Großspekulanten flüchten in Futures

COT-Report: Gold - Großspekulanten flüchten in Futures

von Jörg Bernhard

Auch beim allgemeinen Interesse an Gold-Futures, ablesbar an der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), gab es in der Woche zum 9. Januar einen kräftigen Anstieg von 500.731 auf 555.455 Kontrakte (+10,9 Prozent) zu beobachten. Noch deutlicher nach oben ging es mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Terminspekulanten, die sich von 177.600 auf 220.271 Kontrakte (+24,0 Prozent) erhöht hat. Dies war vor allem auf die Transaktionen großer Terminspekulanten auszumachen, die ihre Long-Seite um fast 48.000 Kontrakte und ihr Short-Exposure um fast 8.000 Futures ausgebaut haben. Bei der Netto-Long-Position schlug sich dies in einem kräftigen Plus von 163.268 auf 203.288 Futures (+24,5 Prozent) nieder. Im selben Zeitraum gab es bei der Netto-Long-Position der Kleinspekulanten (Non-Reportables) ein Zuwachs von 14.332 auf 16.983 Kontrakte (+18,5 Prozent) zu beobachten.

Gold: Ereignisreiche Woche

In der abgelaufenen Handelswoche gab es einige Meldungen, die dem Goldpreis signifikante Impulse verliehen haben. Berichte der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die chinesische Regierung hinsichtlich Investments in US-Staatsanleihen über eine Reduktion bzw. einen Stopp nachdenke, ließ den Dollar zur Wochenmitte regelrecht einbrechen. Dank der negativen Korrelation zum Goldpreis und der Aussicht auf verstärkte Goldinvestments aus China verteuerte sich der Krisenschutz im Wochenverlauf auf den höchsten Stand seit vier Monaten. An der Shanghai Gold Exchange gab es bei den besonders liquide gehandelten Ein-Kilogramm-Goldbarren einen markanten Nachfrageboom zu beobachten. So kletterte der durchschnittliche Tagesumsatz auf über 34,3 Tonnen - den höchsten Wert seit Juni. Einen weiteren Schub über die Marke von 1.338 Dollar gab es vor dem Wochenende. Im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran setzte Trump den Europäern ein Ultimatum von vier Monaten und gab dem ausgehandelten Vertrag damit eine "letzte Chance".

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