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Goldpreis und Ölpreis 05.01.2026 08:56:50

Goldpreis: Krisenwährung zum Wochenstart stark gefragt

Goldpreis: Krisenwährung zum Wochenstart stark gefragt

von Jörg Bernhard

Durch die gestiegenen geopolitischen Spannungen erhöhte sich die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez übernahm die Rolle der Übergangspräsidentin und erklärte, Maduro bleibe weiterhin Präsident. Außerdem sagte die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Philadelphia, Anna Paulson, dass weitere Zinssenkungen nach der umfangreichen Lockerung im vergangenen Jahr noch auf sich warten lassen könnten. Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren weiterhin mit mindestens zwei Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr rechnen. Nun richten Anleger ihren Blick auf die anstehende Datenflut zum US-Arbeitsmarkt. Eröffnet wird der Zahlenreigen am Mittwoch mit dem ADP-Monatsbericht (Dezember) und den offenen Stellen im November, gefolgt vom Challengerbericht über Stellenstreichungen und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Donnerstag). Am Freitag steht dann noch der besonders wichtige Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums an, um weitere Hinweise auf mögliche Zinssenkungen der Fed zu erhalten.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 105,00 auf 4.434,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Rückschlag zum Wochenstart

Trotz der Entwicklung in Venezuela gab der Ölpreis zum Wochenstart leicht nach, da ausreichende globale Ölbestände die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen ausglichen. Hochrangige Vertreter von Maduros Regierung sind hingegen weiterhin im Amt und erklärten, geschlossen hinter Maduro zu stehen. Ein möglicher Regimewechsel könnte jedoch die Preise drücken. Der US-Angriff auf Venezuela zur Festnahme von Präsident Maduro habe keine Schäden an der Ölproduktion und der Raffinerieindustrie des Landes verursacht. Eine vollständige Aufhebung der Sanktionen könnte möglicherweise mehrere Hunderttausend Barrel täglicher Produktion freisetzen und dadurch den Ölpreis belasten. Als weiterer Unsicherheitsfaktor gilt an den Ölmärkten aber auch die weitere Entwicklung im Iran, nachdem Trump am Freitag mit einem Eingreifen gegen das harte Vorgehen bei Protesten gedroht hat.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,56 auf 56,76 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,53 auf 60,22 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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