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Goldpreis und Ölpreis 23.03.2026 07:41:26

Goldpreis: Miserabler Wochenauftakt

Goldpreis: Miserabler Wochenauftakt

von Jörg Bernhard

Die Schließung der Straße von Hormus hält die Rohölpreise weiterhin auf hohem Niveau und verstärkt die Inflationsängste, da Transport- und Produktionskosten steigen. Zwar gilt Gold bei steigender Inflation grundsätzlich als Absicherung, doch hohe Zinsen dämpfen die Nachfrage nach dem zinslosen Edelmetall. Und ein Ende des Mullah-Regimes scheint weiterhin auszubleiben. So kündigte der Iran am gestrigen Sonntag an, im Falle einer Umsetzung der Drohung von US-Präsident Donald Trump, das iranische Stromnetz innerhalb von 48 Stunden anzugreifen, die Energie- und Wasserversorgung seiner Golfnachbarn ins Visier zu nehmen. Nachdem vor dem Iran-Krieg noch baldige Zinssenkungen der Fed erwartet wurden, scheint in diesem Jahr sogar eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen zu sein. Laut dem CME-FedWatch-Tool wird für dieses Szenario eine Wahrscheinlichkeit von über 45 Prozent angezeigt - deutlich mehr als für eine Zinssenkung.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stark fallenden Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 314,60 auf 4.260,30 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Goldman Sachs erhöht Brent-Kursziel

Anleger wiegen derzeit die drohende Eskalation im Iran-Krieg gegen die teilweise Lockerung von Sanktionen gegen iranisches Öl ab. Die geopolitische Lage im Nahen Osten dürfte weiter angespannt bleiben. In den vergangenen Kriegstagen wurden wichtige Energieanlagen beschädigt. Analysten gehen daher von erheblichen Produktionsausfällen in der Region aus. Gleichzeitig prüfen asiatische Raffinerien eine Wiederaufnahme von Importen aus dem Iran. Experten sehen kurzfristig starke Preisschwankungen, während die weitere Entwicklung maßgeblich von der Stabilität der Ölflüsse im Nahen Osten abhängt. Die Analysten von Goldman Sachs haben für die Monate März und April den Durchschnittspreis für Brent-Rohöl von 98 auf 110 Dollar und für das Gesamtjahr von 77 auf 85 Dollar angehoben.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,74 auf 99,97 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,13 auf 113,32 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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